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30.08.2019

An der Ostsee noch mehr auf Tempo setzen

VON DETLEF LIEDMANN

Bernburg/MZ – Erstes von drei Auswärtsspielen in Folge für die Handballer von Anhalt Bernburg. Am Samstag, 18:30 Uhr, steht der Drittligist bei der HSG Ostsee N/G auf dem Prüfstand. Hinter der noch überschaubaren Abkürzung verbirgt sich die Handballspielgemeinschaft Ostsee Neustadt/Grömitz aus den ostholsteinischen Gemeinden Neustadt und Grömitz. Gegründet wurde die Spielgemeinschaft 2014 und stieg über die fünftklassige Schleswig-Holstein-Liga 2018 in die Dritte Liga auf. Dort landete die HSG auf Platz zwölf hinter den punktgleichen Bernburgern. Diese verloren das Hinspiel 28:31, hielten sich zu Hause aber schadlos (28:22).

Doch das ist Schnee von gestern. Am Samstag wird in der Grömitzer Ostholsteinhalle ein neues Kapitel der Geschichte im Vergleich der beiden Vereine aufgeschlagen. Denn wie schnell Erfolge oder Punktgewinne in Vergessenheit geraten können, mussten die Bernburger vorige Woche zum Saisonauftakt leidvoll erfahren. Holten sie in der Vorsaison zu Hause noch einen Punkt gegen den HSV Hannover, zogen sie nun 27:31 den Kürzeren. Kein guter Start angesichts der drei Auswärtsspiele in Folge. Denn nach der HSG Ostsee geht die Reise zu den Mecklenburger Stieren (8. September) und zum Aufsteiger TuS Vinnhorst (14. September). Und das nächste Heimspiel am 21. September bringt mit dem HC Empor Rostock auch keine Laufkundschaft. „Es gibt in dieser Liga keine einfachen Spiele", hatte Trainer Martin Ostermann schon nach der Auftaktniederlage gegen Hannover gesagt.

Und er sagt auch, wie sein Team die Partie bei der HSG Ostsee angehen will. „Das Tempospiel wird ein ganz wichtiger Faktor sein. Denn immer, wenn wir gegen Hannover aufs Gaspedal getreten haben, haben wir die meiste Gefahr erzeugt.“ Im Angriff brauche es noch ein paar Automatismen. Die können noch nicht da sein. Schließlich ist der Rückraum bei Anhalt mehr oder weniger neu. Und in der Abwehr komme es darauf an, die Gastgeber am Samstag zu Fehlern zu zwingen. Da haben wir Hannover noch zu oft spielen lassen, zu wenig attackiert", moniert Ostermann. Theoretisch wissen sie also, wie es geht bei Anhalt. Nur mit der praktischen Umsetzung hat es noch nicht ganz geklappt. Das wird aber ohne Frage die Zeit bringen. Vielleicht schon am Samstag.
 

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