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08.12.2018

Anhalt gegen 6000

VON DETLEF LlEDMANN

BERNBURG/MZ - Wer im Internet nach dem MTV Braunschweig sucht, wird dort recht schnell fündig. MTV steht für Männer-Turnverein. Nichts besonderes also auf den ersten Blick. Der zweite verrät schon mehr. Nämlich das dem Verein rund 6000 Mitglieder angehören. Jeder 40. Einwohner der niedersächsischen Stadt ist mithin Mitglied des MTV, dessen Vereinsfarben Rot-Weiß sind. Interessieren wird das die Handballer von Anhalt Bernburg indes kaum. Für sie sind am Sonnabend die zwei Punkte beim MTV viel wichtiger.

Denn damit könnten sie anschließend die beiden letzten Drittligaspiele des Jahres zwar nicht gelassen, aber etwas beruhigter angehen. Von den drei noch ausstehenden Gegner ist der MTV Braunschweig zweifellos derjenige, dem die Bernburger zuallererst auf Augenhöhe begegnen können. Braunschweig ist 14., Anhalt rangiert auf Platz 11.

Das taugt freilich nur bedingt als Leistungsparameter. Denn Anhalts Trainer Martin Ostermann hatte schon mehrfach betont: "In dieser Liga kann an einem guten Tag jeder jeden schlagen." Also im Zweifelsfall auch Braunschweig die Bernburger, In der Vorbereitung ist Anhalt schon einmal auf Braunschweig getroffen. Die Ergebnisse solcher Vergleiche sind nebensächlich, wichtiger sind die Erkenntnisse.

"Da hat sich Braunschweig als sehr unbequemer Gegner erwiesen", sagt Bernburgs Betreuer Marco Mansfeld. Ohnehin wird es aber auch in diesem Spiel. wieder nur über Kampf und Einsatzbereitschaft gehen. Und da hatten die Bernburger vor einer Woche über Hannover- Burgwedel ein Bravourstück abgeliefert. "Deshalb haben wir das Spiel auch verdient gewonnen", freute sich Trainer Martin Ostermann an dem vergangeneu Sonnabend.

Da saß der erfahrene Kilian Kraft wegen eines lädierten Knies nur auf der Bank. Doch für die Partie in Braunschweig hat er grünes Licht gegeben. "Das Knie  sieht gut aus", so Betreuer Mansfeld. Weniger gut steht es um die Schulter von Niklas Friedrich. "Er hat sich im Training eine Prellung zugezogen", sagt Mansfeld. "Da müssen wir erst einmal sehen, ob es bei ihm was wird."

Glück im Unglück hatte Marc Godon, der sie h im Auswärtsspiel bei der HSG Ostsee nach einem rüden Foul schwer am Ellenbogen verletzt hatte. Laut Mansfeld sind alle Knochen und Bänder ganz geblieben. "Aber die Bänder sind stark überdehnt. Und der Heilungsprozess dauert. Ich denke, dass Mare erst nächstes Jahr wieder spielen kann", so Mansfeld weiter. Dennoch hatte Godon vorige Woche als moralische Unterstützung mit auf der Bank gesessen. Genau wie Kilian Kraft. Ihre Geschlossenheit zeichnet die Mannschaft aus. Das könnte auch in Braunschweig zu einem Erfolgsgaranten werden. Aber ein Selbstläufer wird natürlich auch dieses Spiel ab 19.30 Uhr nicht.

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