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25.10.2019

Anhalt mit breiter Brust

VON DETLEF LIEDMANN

Radek Sliwa will mit Anhalt Bernburg den dritten Sieg in Folge einfahren. (FOTO/MZ/Archiv: Engelbert Pülicher)

BERNBURG/MZ - Ein ganz wichtiges Heimspiel steht für die Handballer von Anhalt Bernburg auf dem Programm. Am Samstag, 17 Uhr, treffen die. Schützlinge von Trainer Martin Ostermann auf Schlusslicht Burgwedel. Bei einem Sieg könnten die Saalestädter, derzeit Zwölfter, auf Platz zehn der Dritten Liga klettern.

Das ist zwar im Hinblick auf die Endabrechnung am 25. April nächsten Jahres noch irrelevant, wäre aber gut fürs Selbstvertrauen. Zumal die Bernburger dann eine kleine Serie von drei Siegen in Folge aufzuweisen hätten. Doch Vorsicht: Die Abstände sind gering. Und nach einer Niederlage ist man dann nicht Zehnter, sondern im ungünstigsten Fall wieder Schlusslicht. Gerade mal zwei Punkte trennen Anhalt und die Niedersachsen. Deshalb ist höchste Konzentration geboten.
Das weiß auch Trainer Martin Ostermann. „Burgwedel ist eine bessere Mannschaft, als es der Tabellenplatz aussagt. Ich habe mir viel Videomaterial angesehen. Zuletzt gab es einige knappe Ergebnisse, auch gegen Vinnhorst. Die Niedersachsen sind im Deckungsverbund variabel und im Rückraum haben sie zwei richtige Kracher. "Ostermann reflektiert dabei auf Nenad Bilbija und Maurice Dräger, die das zwei Meter hohe Handballtor noch um einiges überragen. Kenner des Bernburger Handballs werden sich noch an das Heimspiel der Vorsaison erinnern, als in der Schlussphase Rechtsaußen Nico Richter gegen den gefühlt doppelt so großen Bilbija gestellt wurde. Es hat funktioniert. Vielleicht gelingt Ostermann ja Samstag ein ähnlich guter Schachzug.

„Ein Heimsieg ist unser erklärtes Ziel", sagt der Trainer. Denn das würde die Brust noch breiter machen. „Die Mannschaft war im Training sehr fokussiert. Und das wollen wir in den weiteren Einheiten dieser Woche beibehalten", so Ostermann. Dabei ist er auch als Psychologe gefragt. „Unterschwellig ist das doch immer im Kopf drin, dass das Schlusslicht kommt." Doch so vermessen dürfe man nicht sein, von Schlusslicht oder Mannschaften aus dem Mittelfeld zu reden. „Dazwischen liegen zwei Punkte", sagt der Trainer. Freilich wissen er und die Mannschaft sehr wohl, was sie zu leisten in der Lage sind.

„Aber wir haben auch gemerkt, dass Feinheiten ein Spiel entscheiden können. Das haben wir teils sehr schmerzvoll erfahren, teils auch mit Glück zu unseren Gunsten nutzen können." Es gehöre aber nicht nur Glück dazu, sondern auch gute Stimmung. Die schaffe man vor allem mit attraktivem und mitreißendem Handball. Und wenn der dann auch noch von Erfolg gekrönt ist, sowieso. „Wir wissen, dass wir vor allem zu Hause die Qualität entwickeln, die erforderlich ist, um erfolgreich zu sein. Hier in der Halle hat noch jeder Gegner vor uns Respekt gehabt", so der Trainer. Und guter Start sei wichtig.

Denn dann springe der Funke auch über auf die Ränge und von dort zurück auf die Platte. Es sei wie überall im Leben und besonders im Sport ein Geben und Nehmen. Gelingt also der dritte Sieg in Folge? Wichtig wäre er in jedem Fall, denn die kommenden Aufgaben haben es in sich. Und von den sieben Spielen nach Burgwedel im Jahr 2019 muss Anhalt fünfmal reisen.

Anwurf am Samstag in der Hinz: 17 Uhr.
 

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