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12.10.2019

Anhalt muss punkten

VON DETLEF LIEDMANN

Ein Bild aus besseren Tagen. In dieser Saison gab es in der Hinz-Halle noch keinen Grund zum Jubeln (FOTO: MZ/Archiv/Engelbert Pülicher)

BERNBURG/MZ - Wenn das Schlusslicht auf den Tabellenvierten trifft, sind die Rollen klar verteilt. Und so gehen Anhalt Bernburgs Handballer am Samstag als Außenseiter in das Drittligaspiel gegen Eintracht Hildesheim. Zwar hat Bernburg mit 183 Treffern mehr erzielt als die davor platzierten Teams aus Potsdam, Neustadt und Burgwedel, doch ist es ein Muster ohne Wert. Und auch, dass der Rückstand auf Platz elf nur zwei Punkte beträgt, ist ein schwacher Trost. Fakt ist: Es muss ein Sieg her am Samstag in der Bruno-Hinz-Halle. Und das wird verdammt schwer. Ein Blick auf die Tabelle verrät, dass Hildesheim in dieser Saison erst einmal verloren hat.

Und zwar am 1. September mit 29:31 zu Hause gegen den Dessau-Roßlauer HV Das ist immerhin der verlustpunktfreie Spitzenreiter. Gegen den kann man mal verlieren. Zuletzt gewannen die Niedersachsen in einem spannenden Spiel gegen die Zweite des SC Magdeburg 33:30. Und das, obwohl Trainer Jürgen Bätjer mit Norman Kordas, Jakub Lefan und Robin John gleich auf drei Spieler verzichten musste. Das zeigt, wie breit der Kader aufgestellt ist. Am torgefährlichsten war Lothar von Hermanni, der zehnmal traf. Allerdings waren da auch fünf verwandelte Siebenmeter dabei. Der 27-jährige Linksaußen hat in dieser Saison bereits 41 Mal getroffen, davon 24 Mal vom Punkt. Was noch auffällt: Die drei Torhüter Leon Krka, Lukas Reichenbach und Jakub Lefan haben bisher noch nicht einen einzigen Siebenmeter abgewehrt. Ein Plus für Anhalt? Man wird es sehen.

Die Hildesheimer haben es in dieser Saison bisher meist spannend gemacht. Zwei ihrer bislang sieben Spiele gewannen sie mit einem Tor Unterschied. Einzig gegen den Oranienburger HC haben es die Niedersachsen richtig krachen lassen, fegten die Gäste aus Brandenburg mit einem 34:19 vom Parkett. Doch Bange machen gilt nicht für Bernburgs Team.

„Spielerisch ist die Mannschaft nicht so schlecht, wie es die Tabelle vermuten lässt und wie es manche denken. Zuletzt wurden Spiele nur knapp verloren. Man muss immer bedenken, dass die beiden Neuzugänge noch nicht so lange hier sind", sagt Claus Luther, der Sportliche Leiter Anhalts. Auch wenn sich die Saalestädter gegen Hildesheim immer schwer getan haben, sieht er das Team nicht chancenlos. „Wir haben schon oft genug bewiesen, dass wir zu Hause eigentlich jeden schlagen können", so Luther.

Dazu müsse gegen Hildesheim aber eine Minimierung der Fehlerquote her. „Und die Mannschaft muss den unbedingten Siegeswillen zeigen", sagt Luther. Was auffiel in den Heimspielen: Nach Rückständen wurde zu oft die Übersicht verloren und statt Aktionen ruhig zu Ende zu spielen, wurde der schnelle Abschluss gesucht. Da konnte nicht von Erfolg gekrönt sein. Und außerdem: Der Funke sprang viel zu selten vom Parkett auf die Ränge über. Umgekehrt aber genauso.

Anwurf in der Bruno-Hinz-Halle am Samstag ist um 17 Uhr.

 

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