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08.03.2019

Anhalt setzt ein Zeichen

VON DETLEF LIEDMANN

"Wir müssen jetzt sportlich für den Klassenerhalt sorgen." Martin Ostermann (FOTO/MZ: Engelbert Pülicher)

BERNBURG/MZ - Das ist ein starkes Signal vor dem Heimspiel gegen den DHK Flensborg. Bei Anhalt Bernburg sind die Verträge mit Trainer Martin Ostermann und den Spielern Nico Jahre (beide für zwei Jahre) sowie Tim Ackermann und Niklas Friedrich verlängert worden. Auch Radek Sliwka bleibt. Ganz klar: Die Handballer planen weiterhin für Liga drei. "In den letzten Wochen fanden viele positive Gespräche mit unseren Sponsoren für die weitere Finanzierung des Drittligahandballs in Bernburg statt. Im Ergebnis konnten wir viele unserer bisherigen Sponsoren überzeugen, uns auch in der nächsten Saison zu unterstützen. Darüber hinaus ist es uns gelungen, neue Sponsoren zu akquirieren. Parallel zu diesen Gesprächen wurde begonnen, Gespräche mit den Spielern und dem Trainer zu führen", heißt es dazu in einer Mitteilung des Förderkreises Anhalt Bernburg. "Der Förderkreis hat eine gute Arbeit geleistet, um die Geschichte am Laufen zu halten.

Wir müssen jetzt sportlich für den Klassenerhalt sorgen. Das ist unsere Zielstellung", so Trainer Ostermann. Er begreife die Zusammenarbeit zwischen Förderkreis, Verein und Mannschaft als gegenseitiges Geben und Nehmen. Geben heiße aus seiner Sicht, für positive Schlagzeilen zu sorgen. "Das macht Gespräche im Werben um die Sponsoren einfacher." Zum Heimspiel am Samstag sagt Ostermann: "Ein Sieg muss her. Ohne Wenn und Aber .. " Gegen das Schlusslicht könne es gar keine andere Zielstellung geben.

Wenngleich Ostermann warnt. "Klar, dass auch unsere Gäste nicht absteigen wollen und mit einem Sieg versuchen werden, noch einmal Anschluss zu finden. Wir müssen alle sehr wachsam sein", fordert er daher vom Team. Das hat sich zuletzt viel Selbstvertrauen geholt, obwohl aus drei Spielen nur zwei Punkte gelangen. Dennoch: Bernburg hatte sowohl Spitzenreiter Empor Rostock als auch den Tabellenzweiten Eintracht Hildesheim in der Bruno- Hinz- Halle am Rand einer Niederlage. Und mit diesem Schwung gelang ein Sieg in Berlin bei der Zweiten der Füchse. Jetzt heißt die Devise Nachlegen gegen den Dansk Handboldklub Flensborg (Dänischer Handballklub Flensburg).

Der ungewöhnliche Name hat mit der südschleswigschen dänischen Minderheit zu tun, welche in dem Verein eine sportliche Heimat gefunden hat. Zur Pressekonferenz nach dem Hinspiel, die Bernburger gewannen es, habe Ostermann die Anwesenden noch auf 'Dänisch begrüßt. "Das brauchte ich aber gar nicht. Es sprechen alle Deutsch." Und noch mehr ist ihm in Erinnerung geblieben. Vor allem die körperliche Präsenz der Flensborger und ihr starker Rückraum. "Da kommt viel über den Mittelmann mit seinen Schlagwürfen und auch über die Halbpositionen", so Ostermann .

Jeder wisse also, worauf es ankomme, auch wenn die Mannschaft in dieser Woche nicht optimal trainieren konnte. Steffen Cieszynski und Florian Link seien nicht hundertprozentig fit gewesen. "Ich denke aber, beide werden Samstag spielen können." Flensborg hat in diesem Jahr aus fünf Spielen erst einen Sieg geholt, aber sich zuletzt beim 27:30 gegen Rosteck heftig gewehrt. Es ist eine Mannschaft, die über den Kampf und viel Tempo kommt. Doch Kampf kann Bernburg auch. In der nächsten Saison allerdings ohne Kilian Kraft, der seinen Lebensmittelpunkt verändert und dann für MTV Großenheidorn (3. Liga West) aufläuft.

Anwurf in der Bruno-Hinz-Halle am Samstag ist um 17 Uhr.

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