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08.04.2019

Aufholjagd nicht belohnt

VON DETLEF LIEDMANN

BERNBURG/SCHWERIN/MZ - 28:27 hatten die Bernburger das Hinspiel gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin gewonnen. Und auch am Sonntag war Anhalt dicht dran an einem Erfolg im Drittligaspiel. Nur, dass diesmal die Schweriner mit einem 28:27 triumphierten. Zur Pause hieß es 13:13. Schon da war klar: Die Handballer von der Saale müssen den besten Schützen der Liga in den Griff bekommen. Fünfmal hatte Mark Mathias Pedersen in den ersten 30 Minuten getroffen.

So oft wie Bernburgs Steffen Cieszynski vor mehr als 1 000 Zuschauern in der Schweriner Sport- und Kongresshalle. Diese Atmosphäre könne beflügeln, hatte Bernburgs Betreuer Marco Mansfeld vor dem Spiel gesagt. Zumal auch einige Fans von der Saale zur Unterstützung mit in Richtung Norden aufgebrochen waren. Doch zu Beginn sah es so aus, als würden die Stiere ihre Gäste von der Saale überrennen wollen. 4:1 führten sie nach sechs Minuten. Doch dann fingen sich die Bernburger. Tim Ackerrnann, Mare Godon und Cieszynski brachten Bernburg zum 4:4. Dann wieder ein Zwischenspurt durch die Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpornmerns Landeshauptstadt zum zwischenzeitlichen 10:7.

Auch im zweiten Abschnitt starteten die Gastgeber wie die Feuerwehr, enteilten auf 19:13. Neun Minuten gelang den Bernburgern kein Treffer, weil die Schweriner Abwehr jetzt immer robuster zupackte. Und was niemand für möglich gehalten hatte, gelang. Nämlich eine furiose Aufholjagd. 52 Sekunden waren noch zu spielen, da glich, ungewöhnlich für Bernburg, Mare Godon per Siebenmeter zum 27:27 aus. Ein Punkt schien greifbar nah. Und er wäre ob der hervorragenden kämpferischen Einstellung hochverdient gewesen.

Doch die Schweriner hatten den letzten Angriff. Unterbunden wurde er von Radek Sliwka. Es folgte eine Zweiminutenstrafe verbunden mit einem Siebenmeter. Tobias Grämke verwandelte. "Wir sind als Vorstand stolz auf die Mannschaft, wie sie sich in diesem Spiel dargestellt hat", lobte Anhalts Präsident Reinhard Krause nach dem Erfolg im Hinspiel. Diese Einschätzung darf sicher auch für die Begegnung am Sonntag gelten, wenngleich die Bernburger nicht belohnt worden sind. Nach wie vor haben sie den Klassenerhalt selbst in der Hand, treffen am Samstag auf die HSG Ostsee. Doch Obacht. Die HSG stürzte Freitagabend Spitzenreiter Rostock vom Sockel.

SVA: Link. Mohs - Cieszynski (7), Marschall (3), Friedrich, Ackermann (7), Schulze, Sliwka (3), Grafenhorst (1), Richter (4/3), Godon (2/1), Coßbau

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