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09.04.2018

Bis zum Abpfiff unter Strom

VON CHRISTIAN KATTNER

BERNBURG/MZ - Das Spiel war eigentlich schon gelaufen. 70 Sekunden waren in der Bernburger Bruno-Hinz-Sporthalle noch zu absolvieren, die Gastgeber lagen gegen den TV Gelnhausen mit 31:26 in Führung. Und doch kassierte Martin Ostermann noch eine Verwarnung der Schiedsrichter. Sich im Gefühl des sicheren Sieges zurückzulehnen, ist nicht das Ding des Bernburger Trainers. "Gelnhausen spielt unglaublich schnellen Handball und hat dabei den Anwurf nicht immer sauber ausgeführt. Das habe ich den Schiedsrichtern gesagt", erzählte Ostermann.

Seinen Spielern gebe er schließlich auf dem Feld auch Hinweise. Nur war dieser an die beiden Schiedsrichter vielleicht etwas zu emotional gewesen. Am Bernburger Sieg, der mit 33:27 deutlich ausfallen sollte, änderte diese Szene freilich riichts mehr. Sie zeigte aber, dass Martin Ostermann nicht der Typ ist, der die Dinge einfach so auslaufen lässt.
 
Fünf Punkte hat er mit seiner Mannschaft auf den ersten Abstiegsplatz Vorsprung. Vier Spiele sind noch in der 3. Liga Ost zu absolvieren. Das Ding sollte doch eigentlich durch sein, möchte man meinen. Aber: "Vor dem Spieltag hätte ich gesagt, dass man mit 25 Punkten ein gutes Gefühl haben kann, aber jetzt steht eine Mannschaft mit 20 Punkten auf dem Abstiegsplatz", so Ostermann.

Das zeige, über welche Stärke auch die Mannschaften im Abstiegskampf verfügen. Diesem hat sich der SV Anhalt Bernburg etwas entziehen können.  "Diesen letzten Druck des Gewinnenmüssens haben wir nicht", sagt der Trainer. Und dennoch geben er und seine Mannschaft alles, trotz der bekannten Personalprobleme. Max Folchert war zuletzt krank und konnte nicht trainieren. Für ihn begann diesmal Florian Link und "hat das richtig gut gemacht", so der Trainer. Bis zur Pause hatte sich sein Team diesmal auf 16:11 absetzen können, kassierte in der 44. Minute allerdings das 19:21. "Da hatten wir Abstimmungsprobleme im Innenblock und sind selber vorne zerfahren gewesen", sagt Martin Ostermann. Doch der Trainer gab die richtigen Hinweise. Erst an sein Team und dann an die Schiedsrichter.

SVA: Link. Folchert; Cieszynski (8), Marschall (3), Kraft (1), Ackermann (3), Schneider (2), Heyer (2), Godon (5), Schulze, Richter (9/3)
 

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