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27.11.2017

Bluff ohne Ertrag

VON TOBlAS GROSSE

"Ich war wieder schmerzfrei, alles andere wäre eine Lüge." Max Folchert (FOTO/MZ/Archiv: Franziska Gora)

BERNBURG/MZ - Um den kommenden Gegner im Dunkeln tappen zu lassen, hatten sie sich einiges einfallen lassen beim SV Anhalt Bernburg. Demonstrativ veröffentlichte der Handball-Drittligist Ende der letzen Woche ein Video auf Facebook, in dem noch einmal betont wurde, dass Torhüter Max Folchert das letzte Heimspiel des Jahres gegen Zweitliga-Absteiger SG Leutershausen verpassen würde. Und auch zu den nicht wenigen anderen noch angeschlagenen Spielern vermied man jede Aussage. Nur: Der Bluff brachte am Ende keinen Ertrag, der SVA hat mit komplett vollem Kader mit 26:31 verloren.

Als sinnlosen Bluff wollte Torwart Folchert es nach dem Spiel nicht bezeichnen, doch man hatte dem 24-Jährigen angesehen, dass er sich nach zwei Wochen Verletzungspause und mit dicker Schiene am Knöchel nicht wohlgefühlt hat. "Ich bin nicht ins Spiel gekommen." Folchert spielte in der ersten Hälfte bloß 15 Minuten, in der zweiten gar nur zehn.

Ob er noch beeinträchtigt war von seinem zuletzt erlittenen Außenbandanriss? "Nein, ich war wieder schmerzfrei, alles andere wäre eine Lüge", sagte Max Folchert. Doch: Er war nicht der gewohnte Rückhalt für den SVA. Der fehlte gegen den Tabellenzweiten in den wichtigen Phasen. Zwar war Anhalt nach dem 11:15-Halbzeitrückstand noch lange in Schlagweite, doch Leutershausen legte immer dann eine Schippe drauf, wenn es musste. Wie eine Spitzenmannschaft eben. Diese .Abgezocktheit", war für Folchert der größte Qualitätsunterschied.

SVA: Folchert, Link; Cieszynski (9/1), Pulay, Marschall (1), Kraft (4), Friedrich (1), Ackermann (1), Schneider (2), Heyer, Godon (6), Schulze, Richter (2)
 

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