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04.04.2017

Blumen und ein Aprilscherz

VON TOBlAS GROSSE

Stefanie Beyer war gegen Magdeburg mit sieben Treffern beste Torschützin der Anhalt-Frauen. (FOTO/MZ/Archiv: Harmut Bösener)

BERNBURG/MZ - Am Ende, als alles vorbei und entschieden war, wurde es noch einmal ein bisschen emotional. Die Frauen des SV Anhalt Bernburg hatten nach dem 26:17-Erfolg gegen TuS Magdeburg-Neustadt im letzten Heimspiel der Saison etwas vorbereitet. Die Mannschaft von Coach Torsten Plaue hatte zahlreiche Blumen besorgt. "Als Dankeschön für alle kleinen Helfer", erklärte Plaue. Von den Trainern über Betreuer bis hin zum Kuchenverkauf. Allen wurde von den Anhalt-Frauen noch einmal "Danke" gesagt. Denn alle hatten Anteil am größten Erfolg, seit sich der SV Anhalt und der TV Askania Bernburg vor mittlerweile fast drei Jahren zusammenschlossen.

Die Frauen des SVA werden die Spielzeit in der Sachsen-Anhalt-Liga auf Rang vier beenden. Das haben sie einen Spieltag vor dem Ende der Saison durch ihren souveränen Sieg gegen Magdeburg, den Tabellenfünften, sichergestellt. Und dabei auch bewiesen, dass sie die Serie zu recht soweit oben beenden werden. Denn so klar, wie sich das Endergebnis liest, war zuvor auch die Partie. "Magdeburg", so Plaue, "konnte nicht lange mithalten."

Genauer gesagt nur bis zum 5:4 für Bernburg in der Anfangsphase. Danach zogen die Gastgeberinnen davon. "Durch eine faire, aber dennoch aggressive Abwehr", erklärte Torsten Plaue. Die Anhalt-Frauen ließen defensiv so gut wie nichts mehr zu und kamen selber zu einfachen Treffern im Gegenstoß. Die knappe Führung wurde so kontinuierlich über 9:5 und 12:7 auf den Halbzeitstand von 14:8 für den SVA ausgebaut. "Die Mädels wussten worum es geht und waren voll motiviert", lobte der Trainer. Aus der Kabine kamen die Frauen des SVA dann zwar etwas "lethargisch", wie Plaue beobachtete, doch näher als auf vier Tore ließen sie die Gäste nie heran und feierten letztendlich einen "sehr souveränen" Sieg.

Bei den Feierlichkeiten nach der Partie stockte den verbliebenen Zuschauern dann aber doch kurz der Atem, als die Mannschaft verkündete, dass es ihre letzte Saison gewesen sei und sie sich nun zurückziehen würde. Allerdings handelte es sich dabei nur um einen Aprilscherz. Die Anhalt-Frauen werden auch nächste Saison an den Start gehen - und versuchen, Rang vier zu verteidigen.

Anhalt-Frauen: Kopperschmidt, Hoffmann - Baillet (3), Schachner, Beyer (7), Nagel (5), Richter (3), Müller (3), Haedicke (1), Adolph, Dasbach (1), Pajung (3)

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