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06.07.2018

Die Hand Anhalts

VON TOBIAS GROSSE

Steffen Cieszynski wird mit dem SVA am Montag die die Vorbereitung aufnehmen können. (FOTO/MZ/Archiv: HARTMUT SÖSENER)

BERNBURG/MZ - Steffen Cieszynski genießt gerade die Sonne. Nicht im heimischen Magdeburg, wo die Temperaturen auch über der 30 Grad-Marke sind, sondern auf Sansibar vor der Küste Ostafrikas. Der Kapitän des SV Anhalt Bernburg ist mit seiner kleinen Familie im Urlaub. Die letzten freien Tage genießen, bevor es mit der Belastung wieder los geht. Für Cieszynski heißt das: die Beine hochlegen, Baden, und Zeit zu dritt genießen. Am kommenden Montag startet die Vorbereitung auf die kommende Saison in der 3. Handball-Liga.

Die Frage, die sich davor allerdings stellt, ist die, ob Cieszynski in der Sommervorbereitung überhaupt wird dabei sein können? Denn der Top-Torschütze und Kopf im Angriff des SVA hatte die vergangene Spielzeit nämlich vorzeitig am vorletzten Spieltag mit einem Mittelhandbruch beendet! Aus dem Urlaub gibt Steffen Cieszynski nun allerdings Entwarnung: "Es ist alles bestens verheilt, ich habe keine Schmerzen mehr", schreibt er. Und: "Ich hatte auch schon wieder einen Ball in der Hand. Ich bin also vollkommen einsatzfähig!" Die Verletzung hatte sich Cieszynski beim letzten Auswärtsspiel bei der SG Leutershausen (26:29) bereits nach gut 20 Minuten zugezogen, als er und ein Gegenspieler beim Kampf um den Ball mit dem kompletten Körpergewicht auf Cieszynskis rechter Wurfhand iandeten. Nach den Untersuchungen hatte sich der erste Verdacht bestätigt. Die Mittelhand des Kapitäns war gebrochen. Jedoch hatte der 28-Jährige Glück im Unglück. Der Bruch war so, dass er von alleine wieder gut zusammengewachsen ist und eine Operation nicht nötig war, Cieszynski musste einige Wochen nur eine Schiene tragen.

Mittlerweile ist der Knochen wieder 'sauber zusammengewachsen. "Ich war kurz vor dem Urlaub noch einmal zur Kontrolle in der Klinik", erzählt Cieszynski, "und es sieht alles sehr gut aus." Der Kreativspieler wird sich uneingeschränkt auf die nächste Saison vorbereiten können - und das ist sehr wichtig! Man könnte etwas überspitzt quasi von der "Hand Anhalts" sprechen.

Denn nach einer Saison in der Oststaffel wechselt der SVA wieder zurück in den Norden. Rein von den Gegnern ist das die attraktivere Staffel, mit Traditionsvereinen wie dem HC Empor Rostock, Eintracht Hildesheim oder den Mecklenburger Stieren Schwerin und mit Spielen vor über 1000 Zuschauern. Aber, und da sind sich die meisten Kenner einig: es ist auch die stärkste der vier Drittliga-Staffeln!

Steffen Cieszynski sieht das ähnlich. "Die Liga ist qualitativ noch breiter geworden", sagt er. Die Attraktivität - auch für die eigenen . Fans - und die sportliche Aufgabe steigen gleichermaßen. "Das bedeutet für uns, wir müssen besser spielen als in der letzten Saison", so der Kapitän. Da landete Bernburg nach vielen Turbulenzen am Ende auf Rang elf.

Beim SV Anhalt Bernburg ist man mit einem dank der bisher fünf Neuzugänge verbreiterten Kader dennoch davon überzeugt, dass man mit vielen Gegner mindestens mithalten und einen guten Platz im Tabellenmittelfeld erreichen kann. Erst recht mit einem richtig fitten Kapitän Steffen Cieszynski.

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