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16.12.2019

Ein Treffer fehlt zum Punkt

VON DETLEF LIEDMANN

BERNBURG/HANNOVER/MZ - "Am Ende ist die Niederlage mega ärgerlich. Vor allem, wenn man bedenkt, unter welchen Voraussetzungen wir nach Hannover gefahren sind", sagt Trainer Martin Ostermann. 31:32 verlor Drittligist Anhalt Bernburg am Samstag beim HSV Hannover. Ostermann musste nicht nur Radek Sliwka ersetzen, der wohl mehrere Wochen ausfallen wird. Er hatte auch keinen seiner Torhüter zu Verfügung. Moritz Stemmler laboriert noch an seinem Muskelfaserriss, den er sich beim Spiel in Potsdam zu gezogen hat. Und Florian Link hat sich Donnerstagabend im Training den Daumen der rechten Hand verletzt.

So wurde mit Tom Mocker ein dritter Keeper aus dem Ärmel gezaubert. Und dafür, dass er schon einige Zeit nicht mehr zwischen den Pfosten gestanden hat, machte er seine Sache gut. Am Ende trauerten die Bernburg drei verworfenen Siebenmetern nach, die beim Abpfiff den Unterschied hätten ausmachen können. "Wir sind gut ins Spiel reingekommen, haben gegenüber der Niederlage in Dessau unser Konterverhalten und die Aktionen am Kreis verbessert", nahm Ostermann das Positive aus der Niederlage mit.

Vor 300 Zuschauern führten die Bernburger nach knapp sieben Minuten mit 4:1. Und Anhalt blieb vorn, konnte aber aus Überzahlspiel nach Zeitstrafen zu wenig Kapital schlagen. Zudem verwarf Nico Richter in der 15. Minute einen Siebenmeter. Es blieb knapp. Zur Pause führte Anhalt 15:13. Doch irgendwann klemmte die Säge. Zwischen der 37. und 44. Minute traf kein Bernburger.

Hannover machte so aus dem 19:20 ein 24:20. "Die Gastgeber haben da ihre Angriffe richtig gut ausgespielt", anerkannte Ostermann. Doch. seine Schützlinge brachen nicht ein. Im Gegenteil. Beim 26:27 (52.) waren sie wieder dran. "Wenn uns da der Ausgleich gelingt, ist das Momentum auf unserer Seite." Nur gelang der Ausgleich eben nicht und Hannover brachte den Sieg nach Hause.

"Wir müssen das Positive aus dieser Begegnung mit in unser letztes Spiel des Jahres nehmen", so Ostermann. Für die Trainingseinheiten dieser Woche fordert er neben Engagement vor allem Optimismus. Vor allem, weil am kommenden Samstag ab 17 Uhr in der Bruno- Hinz- Halle eine lösbare Aufgabe wartet. Mit der Handballspielgemeinschaft Ostsee aus den benachbarten Städten Neustadt und Grömitz gastiert der Vorletzte an der Saale. Und wer sich an den Saisonstart erinnert, weiß: Der Niederlage gegen Hannover folgte ein Sieg bei der HSG. Als Jahresabschluss würde das voll in Anhalts Konzept passen.

SVA: Mocker - Ackermann (2), Marschall, Friedrich, Schulze (8), Grafenhorst (5), Coßbau (2), Grgic (4), Pavlovic (1), Richter (4/1), Godon (5)
 

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