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19.09.2019

Erinnerungen an Februar

VON DETLEF LIEDMANN

BERNBURG/MZ - "Wenn nicht jetzt, wann dann?", sangen "Die Höhner" 2007. Und Deutschland wurde durch ein 29:24 im Finale gegen Polen zum dritten Mal Weltmeister im Handball. Noch dazu im eigenen Land. "Wenn nicht jetzt, wann dann?", könnte auch das Motto für Anhalt Bernburg in der Dritten Liga lauten. Denn nach vier Spielen in der Staffel.' Nordost stehen die Männer um Trainer Martin Ostermann mit 2:6 Punkten auf Tabellenrang 14 und müssten mal wieder siegen.

In prominenter Gesellschaft zwar mit der Zweiten der Reinickendorfer Füchse, Burgwedel oder dem HSV Hannover, die auch erst einmal gewonnen haben. Das ist aber alles andere als gewünscht und erhofft. Nach drei Auswärtsspielen in Folge steht an diesem Samstag wieder eine Heimpartie auf dem Programm. Und der Gegner verspricht alles andere als ein "Wenn nicht jetzt, wann dann?" zu werden. Denn mit HC Empor Rostock kommt der Spitzenreiter in die Bruno-Hinz- Halle.     .

"Ganz klar, dass die Rostocker Favorit sind. Aber je länger es uns gelingt, das Spiel offen zu halten, umso ungemütlicher könnte es für unsere Gäste werden", so Trainer Martin Ostermann. Und mit ungemütlich werden umschreibt er die Begeisterungsfähigkeit des Bernburger Publikums. "Das bringt uns irnrner noch ein paar Prozente." Und die wird Anhalt auch gegen einen Gegner brauchen, der in der Vorsaison als Staffelsieger der Dritten Liga Nord in der Relegation nur knapp den Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse verpasst hat. "Die Rostocker haben das bisher zwar nicht offensiv kommuniziert, dass sie erneut den Staffelsieg anstreben.

Aber die Mannschaft hat sich·kaum verändert, durch zwei Zugänge eher noch an Qualität gewonnen. Da würde alles andere keinen Sinn machen." Schon vorige Woche hatte es Anhalt mit einem Aufstiegskandidaten zu tun, unterlag beim TuS Vinnhorst  29:36. "Die Gastgeber hatten vier Spieler in der Anfangsformation. die schon Erfahrung in der Zweiten Bundesliga gesammelt haben. Das ist eine Qualität, gegen die man schwer ankommt. Allerdings hat Vinnhorst finanziell ganz andere Möglichkeiten als wir", so Ostermann.

Möglichkeiten, Rostock zu bezwingen, sieht er durchaus. "Einige meiner Spieler werden sich noch an das Spiel im Februar erinnern. Den anderen werden wir davon erzählen", sagt er. 19:20 verloren die Bernburger damals gegen den Spitzenreiter. Nicht nur, aber auch dank der Unterstützung durch das begeisterungsfähige Publikum. Letztlich fehlte das Quäntchen Glück. Und in Vinnhorst fehlte auch Tim Ackermann wegen einer Erkrankung. "Samstag wird er wieder spielen. Aber er konnte fünf Mal nicht trainieren. Da müssen wir schauen, wie weit seine Luft reicht", so Ostermann, der noch eine zweite Baustelle hat. Mislav Grgic spielt zurzeit mit Schmerzen in der Schulter. "Nichts dramatisches, aber es schränkt ihn natürlich bei den Würfen ein." Physiotherapie soll Grgic helfen.

Das Spiel in der Bruno-Hinz-Halle beginnt am Samstag um 17 Uhr.

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