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30.04.2018

Früher "Bruch"

VON TOBIAS GROSSE

BERNBURG/MZ - Steffen Cieszynski strahlt gerade sozusagen mit der Sonne um die Wette. Der Kapitän des Handball-Drittligisten SV Anhalt Bernburg ist aktuell nämlich fröhlich lächelnd und mit seinem Mitspieler Tim Ackermann an der. Seite auf Werbeplakaten der Stadtwerke Bernburg zu sehen. Am zurückliegenden Samstagabend, beim letzten Auswärtsspiel der Saison bei der SG Leutershausen, verging dem 28-Jährigenjedoch das Lachen - und das nicht ob der 24:27-Niederlage.

Cieszynski konnte nur ein knappes Drittel des Spiels mitmachen. Schon nach 20 Minuten musste er verletzt vom Feld. Der beste Torschütze des SVA war nach einer Parade von Torwart Max Folchert mit einem Gegenspieler in Richtung des Balls gehechtet, dabei landete Cieszynski aber so unglücklich, dass sich seine rechte Wurfhand unter seinem Körper befand und der Gegner auch noch auf ihm drauflag. "So wie es gerade aussieht, ist es ein Mittelhandbruch", erklärt Steffen Cieszynski am Sonntagnachmittag. Genauere Untersuchungen finden erst an diesem Montag in Halle statt.

Die Verletzung des Kapitäns hat die letzte Auswärtsfahrt des SV Anhalt in dieser Saison negativ überschattet. "Erst habe ich das gar nicht richtig mitbekommen", erzählt Cieszynski. Die ersten Momente hatte er danach sogar noch weitergespielt, bis dann aber gar nichts mehr ging. "Jedes  Mal wenn ich versucht habe mit der Hand Druck aufzubauen, hatte ich sehr große Schmerzen und habe sie immer noch", sagt Cieszynski. Zudem ist die Hand mittlerweile stark geschwollen.

Die letzte Partie in dieser Saison am kommenden Wochenende gegen den HSC Coburg II wird der Anhalt-Kapitän definitiv verpassen, danach hat er zwei Monate Sommerpause, um sich auszukurieren. Glück im Unglück quasi für den SV Anhalt, der den Klassenerhalt mittlerweile sicher hat und dem Saisonfinale deswegen etwas entspannter entgegen blicken kann - und irgendwie auch für Cieszynski. "Trotzdem ist das echt ungünstig", sagt er. "War mehr möglich" In Leutershausen war nach dem Ausfall des Kapitäns nach gut 20 Minuten ein - Achtung, Wortspiel - Bruch im Spiel des SVA zu verzeichnen. Die Gastgeber konnten sich bis zur Pause auf 16:11 absetzen. Im Halbzeit zwei musste Anhalt dann auch noch schnell auf Kreisläufer Niklas Friedrich verzichten, der nach einer etwas unglücklichen Abwehraktion in der 33. Minute die Rote Karte sah.

Das Team von Trainer Martin Ostermann kämpfte sich jedoch noch einmal zurück und konnte zwölf Minuten vor dem Ende sogar zum 20:20 ausgleichen, aber nicht in Führung gehen. "Es war mehr möglich", sagt Steffen Cieszynski daher. Wäre da nicht dieser "Bruch" gewesen.

SVA: Folchert, Link; Cieszynski (3), Marschall, Kraft (1), Friedrich (Rote Karte, 32., Foul), Ackermann (2), Schneider, Heyer (4), Godon (8), Schulze (4), Richter (2/2)
 

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