Impressum | Kontakt
05.10.2018

Füchse in kleinen Gruppen

VON DETLEF LIEDMANN

Am Samstagwollen die Bernburger wirder einen Sieg bejubeln. (FOTO:MZ/Archiv: Brückner)

BERNBURG/MZ -„Wir bereiten uns vor wie immer", sagt Trainer Martin Ostermann vor dem Drittligaspiel von Bernburgs Handballern am Samstag gegen die Reserve der Reinickendorfer Füchse. Wie immer heißt: Videostudium am Donnerstag und Freitag. Am Donnerstag wird Reinickendorfs Angriff analysiert. Und am Freitag die Abwehrreihe.

Dann geht es auf die Platte, um eigene taktische Varianten durchzuspielen. Was Ostermann über die Gäste aus der Hauptstadt schon weiß: „Es ist wie wir eine junge Mannschaft" Die Berliner bevorzugen in der Abwehr eine 6-0-Variante. Und im Angriff agieren die Füchse in kleinen Gruppen. Auch wenn ihre Namensgeber besonders in den Abendstunden gern als Einzelgänger unterwegs sind. Was Ostermann in jedem Fall von seiner Mannschaft erwartet: Reaktion zeigen. Denn nach der Klatsche in Hildesheim am vergangenen Wochenende kann es keine andere Erwartungshaltung geben. „Am Dienstag war schon eine gewisse Demut erkennbar", so der Trainer.

Es gehe also in die richtige Richtung. Doch um zwei Punkte zu holen, nichts anderes hat Ostermann als Ziel ausgegeben, ist mehr nötig. Nicht nur Tore, sondern auch ein begeisterndes Spiel, „um das Publikum auf unsere Seite zu ziehen." Die Unterstützung werden die Bernburger brauchen, wenngleich Ostermann sagt, dass die Aufgabe gegen die Füchse eher lösbar scheint, als zuletzt die Auswärtshürden zu überspringen. „Wir wissen, dass wir zu Hause gut sind. Hier herrscht eine besondere Atmosphäre. Aber die Unterstützung müssen wir uns erarbeiten." Mit wem er sich diese Unterstützung im Einzelnen erarbeiten will, bedarf der Klärung. Zwar gibt es keine Verletzten, „aber bei uns geht gerade ein grippaler Infekt um. Ich weiß nicht, wen es alles erwischt hat, hoffe aber, dass alle den Feiertag genutzt haben, um sich zu kurieren." Dabei sei es völlig egal, wen es erwischt habe. „Alle Spieler sind wichtig. Handball ist ein Mannschaftssport. Nur alle zusammen können die Aufgaben lösen", lässt er keine Zweifel zu.

Da sei kein Platz für Egoismen, wie sie bei der Auswärtsniederlage in Hildesheim zu beobachten waren. Taktische Vorgaben wurden nicht umgesetzt. Vor allem in der zweiten Halbzeit. Freilich: Hildesheim ist eines der Spitzenteams der Liga, während die Füchse wie Anhalt derzeit im unteren Drittel der Liga angesiedelt sind. Einen Unterschied mache das nicht. Denn wenn die Mannschaft nicht als Einheit auftritt, wird es gegen jeden Gegner schwer. Drei Unentschieden stehen derzeit für die Füchse zu Buche, darunter eines in Hannover-Burgwedel. Vorsicht ist also geboten. Kein Spieler im 15 Mann starken Kader von Trainer Anel Mahmutefendic ist älter als 22 Jahre. Die meisten der jungen Männer sind Eigengewächse. Doch Handball ist nur ein Standbein des Vereins. Insgesamt wird dort in 26 Abteilungen von Basketball bis Volleyball Sport getrieben.

Das wird die Bernburger Handballer nur wenig interessieren. Sie müssen sich auf das Samstagsspiel konzentrieren. „Wir müssen das in die richtige Richtung lenken und das Publikum mitziehen", fordert Ostermann. Anwurf in der Bruno-Hinz-Sporthalle ist um 17 Uhr.
 

<< Zurück