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08.06.2018

Gut aufgehoben

VON TOBIAS GROSSE

"Ich sehe viele Mannschaften auf unserem Niveau, sportlieh sind wir in der Nordstaffel sehr gut aufgehoben." Enrico Nefe sportverantwortliche Anhalt Bernburg (FOTO/MZ/Archiv: Franziska Gora)

BERNBURG/MZ - Am Mittwochabend war das erste kleine Abtasten. Zum ersten Mal hat sich der SV Anhalt Bernburg in seiner künftigen Formation mit allen Vier Neuzugängen diesen Sommer getroffen. Und, na klar: "Wir haben auch über die neue Staffeleinteilung gesprochen", erzählt Enrico Nefe, der Sportverantwortliche des Handball-Drittligisten. Nach der zurückliegenden Spielzeit im Osten ist der SVA zu Beginn dieser Woche auf einer Sitzung der Spielkommission wieder in die Nordstaffel eingeteilt worden. Der Grundtenor war: "Wir wurden damit für den Klassenerhalt nach einer schweren Saison belohnt", sagt Nefe.

Bernburg ist ziemlich glücklich mit der Einteilung in den Norden. Nefe sagt sogar: "Ich freue mich total." Zum einen aufgrund des nun etwas geringeren Aufwandes. Hätte der SV Anhalt erneut in der Oststaffel gespielt, hätte die Mannschaft von Trainer Martin Ostermann erneut viele Gegner aus Hessen und Franken gehabt. Enrico Nefe hat nachgerechnet: "Neunmal hätten wir eine einfache Fahrt 400 Kilometer gehabt." Im Norden nun fährt der SVA im Durchschnitt runde 250 Kilometer - und das zu, bei allem Respekt vor den Teams der Oststaffel, attraktiveren Gegnern.

Vereine wie Eintracht Hildesheim, oder der HC Empor Rostock und die Mecklenburger Stiere Schwerin haben einfach mehr Strahlkraft als Teams wie die SG Bruchköbel, der TV Gelnhausen oder der HSC Coburg H. "Es sind interessantere Mannschaften drin", sagt Nefe. "Das ist auch für unsere Zuschauer besser." Wenngleich die einhellige Meinung oftmals auch die ist, dass die Nordstaffel der 3. Liga stärker als die Oststaffel ist - und vielleicht die stärkste der vier überhaupt. "Ich gehöre auch zu denen, die sagen, dass der Norden stärker ist", gesteht Enrico Nefe. Probleme sieht er deswegen für die bevorstehe de Saison allerdings keine.

"Ich sehe trotzdem viele Mannschaften auf unserem Niveau", so der Sportverantwortliche, "sportlich sind wir dort sehr gut aufgehoben." Das übergeordnete Ziel des SVA lautet erst einmal sieherer Klassenerhalt, so Nefe. Wiedersehen mit Folchert Eine ganz besondere Rand-Geschichte dieser Staffeleinteilung ist natürlich auch, dass Bernburg in der Nordstaffel unter anderem auf den Aufsteiger HSG Ostsee trifft, zu dem der langjährige Anhalt-Torhüter Max Folchert nach der zuletzt abgelaufenen Spielzeit gewechselt ist. Folchert wird  somit im Laufe der kommenden Saison schneller nach Bernburg zurückkehren, als er es wohl selber gedacht hätte. Die Nachricht, dass er mit seinem neuen Verein auf den SV Anhalt trifft, erhielt er im Urlaub in den USA.

"Das ist quasi wie eine Art Auswärtsspiel zu Hause in Bernburg", sagte der 24 Jahre alte Torhüter auf MZ-Anfrage, "das wird ganz sicher eine richtig geile Saison." Und ebenfalls ganz sicher: Das schnelle Wiedersehen mit Max Folchert wird auch am Mittwochabend beim ersten Treffen des .neuen" SV Anhalt Bernburg Thema gewesen sein.

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