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01.11.2019

Jubelnder Alleinunterhalter

BERNBURG/GRIEBO/MZ - Unbändiger Jubel herrschte bei den Bernburger Handballern und durch die alle schallten lautstark Wappich-Sprechchöre. Diese kamen zur Überraschung aller nicht nur von Edelfan und Alleinunterhalter Jens Stampnik, sondern auch von einer kleinen Gruppe Sympathisanten aus dem Block der Heimmannschaft. Die Wappiche deklassierten nämlich das Schlusslicht der Verbandsliga, SV Apollensdorf, in dessen Halle deutlich 36:20 und fuhren nach der Durststrecke von fünf Niederlagen wieder einen Erfolg ein.

Die Spieler waren sich der Bedeutung dieses Spiels durchaus bewusst, denn bei einer Niederlage drohte der Absturz auf den letzten Tabellenplatz. Doch Anspannung war Anhalts Reserve nicht anzumerken. Ging sie in den letzten Spielen teilweise verkrampft zu Werke, war nun die lange vermisste Leichtigkeit wieder da. Im ersten Angriff der Apollensdorfer war die Abwehr sofort zur Stelle. Felix Herget fing einen Pass ab und verwandelte per Konter prompt zum 1:0. Und dies zog sich durch die komplette erste, Halbzeit. Produzierten die Hausherren Fehler, bestraften es die Gäste konsequent. So setzte sich Bernburg Tor für ab und über die Stationen 5:2 (10.) und 11:7 (20.) ging es beim 17:9 mit komfortabler Führung in die Halbzeit.

Wer jetzt dachte, dass die Saalestädter wie in den Spielen zuvor einbrechen würden, lag falsch. Auch mit Beginn der zweiten Halbzeit waren sie ab der ersten Sekunde hellwach. Der Vorsprung wuchs nun stetig an. Während bei den 07ern die Köpfe runter gingen, war der Spielspaß bei den Wappichen weiter ungebrochen. Es klappte fast alles. Ob ein Querpass von außen an den Kreis, zahlreiche Abprallet, die geholt wurden oder Konter über das gesamte Spielfeld, es stimmte einfach. So bekamen bis Spielende auch alle Spieler ihre Einsatzzeiten und durften am Ende jubeln.

"Es war eine überragende Mannschaftsleistung. Wir haben nie den Faden verloren und bis zum Schluss die Konzentration hochgehalten. Jeder Spieler hatte heute seinen Anteil am Sieg", so ein sichtlich zufriedener Trainer Claus Luther. Diesen Schwung gilt es nun mitzunehmen, denn am Sonntag geht es zum Primus in die Lutherstadt nach Wittenberg. Vielleicht sorgen die Wappiche mit neuem Selbstvertrauen für eine mächtige Überraschung.

SVA II: Bollmann. Keil. Eckert - Paulmann (2), Seythal (1), Bönecke (2), Fänger (3), Herget (8/6), Welzel (8/1), Presse I (1), Kübler (1), Wagenführ, Grabowski (6), Steitmann (4)
 

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