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11.03.2019

Kein Hochglanzsieg

VON DETLEF LIEDMANN

Steffen Cieszynski war mit neun Toren bester Werfer des SV Anhalt Bernburg. (FOTO/;Z/Archiv: Engelbert Pülicher)

BERNBURG/MZ - Super Stimmung herrschte am Samstag in der Bernburger Bruno- Hinz-Sporthalle. Die Zuschauer feierten ihre Mannschaft nach dem 28:24 gegen den DHK Flensborg im Spiel der Dritten Liga Handball. Wieder waren zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. Vor allem aufgrund der ersten Halbzeit waren die mehr als verdient für Bernburg.

Zur Pause führte Anhalt bereits 16:7. Dass es nach dem Wechsel noch einmal eng wurde, dafür hatte Trainer Martin Ostermann eine einfache Erklärung. "Mein Laptop hatte in der Kabine Probleme. Deshalb waren die Spieler relativ schnell wieder draußen in der Halle und zu viel Zeit nachzudenken über Dinge, die vielleicht schief gehen können." Nach der Partie unkten einige Zuschauer: Wenn das Spiel zehn Minuten länger gedauert hätte, wäre es verloren gegangen.

Ostermann kann solchen Diskussionen nichts abgewinnen. "Es waren zwei wichtige Punkte. Im Kampf um den Klassenerhalt kann man nicht immer Hochglanz erwarten. Wir alle sollten das Positive aus Siegen mitnehmen. Auf der Platte und auf den Rängen", lautet seine Botschaft. 3:53 Minuten brauchte es bis zum ersten Treffer durch Steffen Cieszynski. Dann eilte Bernburg nach und nach davon. Auch, weil Cieszynski, er war mit neun Treffern Anhalts bester Werfer, die ihm zugedachte Führungsrolle annahm. Und weil viel über die Außen ging, ja gehen musste. Denn im Mittelblock zeigten sich die Flensborger sehr offensiv und aggressiv. Das bekamen die Bernburger mehr als einmal zu spüren, wobei die Schiedsrichter Sebastian Fuß und Stefan Olsok sowohl mit Verwarnungen als auch Zeitstrafen sparsam umgingen.

Die Pausengespräche unter einem Teil der 360 Zuschauer drehten sich vor allem darum, ob die Gastgeber diese Leistung werden fortführen können. "Ich höre das immer wieder mal, dass uns nachgesagt wird, in der zweiten Halbzeit abzubauen. Dabei wird aber oft vergessen, was wir vor der Pause abgeliefert haben. Das musst du auch gegen die Flensborger erst einmal schaffen. Denn die sind stärker, als es der Tabellenplatz aussagt", so Ostermann, der die Schleswig-Holsteiner immer näher kommen sah.

18:13 aus Bernburger Sicht hieß es nach 38 Minuten. Da hatten die Flensborger mit sechs Treffern nur einen weniger erzielt, als in den 30 Minuten vor der Pause. Nach einer Auszeit legten Ostermanns Schützlinge einen Zwischenspurt zum 20:14 ein. Und nach 54 Minuten (27:20) war die Partie mehr oder weniger gelaufen. Was der Bernburger besonders gut gelang, aber von vielen sicher auch übersehen wurde: Sjören Tölle, zweitbester Werfer der Liga, wurde fast komplett kalt gestellt. Er brachte es gerade mal auf drei Treffer, scheiterte zudem per Siebenmeter an Florian Link.

SVA: Link, Mohs - Cieszynski (9), Kraft (1), Marschall, Friedrich (1). Ackermann (5), Schulze (3), Sliwka, Grafenhorst (1), Coßbau, Richter (7/2), Godon (1)

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