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Keine Schuljungen, aber ...

VON TOBIAS GROSSE

BERNBURG/MZ - 2:4 Punkte, Platz zwölf und die meisten Gegentore. Nun das Wort "Fehlstart" in den Mund zu nehmen, wäre vielleicht ein bisschen überspitzt und verfrüht. Zufrieden ist man beim SV Anhalt Bernburg mit dem Auftakt in diese Saison aber freilich nicht, das ist klar. "Es hätte besser sein können", gestand Trainer Martin Ostermann nach der 26:33-Pleite in Oranienburg am Wochenende. Die Gründe dafür liegen auch im Staffelwechsel.

Im Sommer musste der Handball-Drittligist nach einer Saison in der Ost-Staffel wieder zurück in die Nord-Staffel, wo Bernburg bereits vorher gespielt hatte. Der Norden gilt allgemein als stärker. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Gegner des SVA sind nicht nur grundsätzlich einen Tick besser als im Osten, sondern vor allem physisch auf einem anderen Niveau. Das bekommt Anhalt Bernburg derzeit schmerzlich zu spüren.

"Wir kommen mit der körperlichen Spielweise der Staffel noch nicht ganz klar", gesteht Coach Martin Ostermann. Um nun kein falsches Bild zu erwecken, Ostermanns Spieler sind keine kleinen Schuljungen, Männer wie Kreisläufer Tim Ackermann oder Routinier Kilian Kraft haben auch die nötige Power. Was Bernburg aber gegenüber fast jeder Mannschaft hat, ist ein Größennachteil.

In der Nord-Staffel haben viele Mannschaften teilweise mehrere Akteure im Team, die um die zwei Meter groß sind. Da kann der SV Anhalt nicht mithalten, weshalb er andere Lösungen finden muss. Offensiv zum Beispiel schneller spielen, defensiv eher auf die großen Werfer raustreten. "Noch", sagt Ostermann zu all diesen Sachen, "haben wir viele Reserven." Der Start hat es gezeigt.