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10.09.2018

Knackpunkte: Überzahl und Kopf

VON TOBIAS GROSSE

BERNBURG/MZ - Im Handball gehören Zwei-Minuten-Zeitstrafen ja zur gängigen Praxis. Wird diese individuelle Strafe gegen einen Spieler ausgesprochen, hat das gegnerische‚ Team den Vorteil, dass es 120 Sekunden in Überzahl spielen darf. Eigentlich eine ziemlich vorteilhafte Sache, Für den SV Anhalt Bernburg war das am vergangenen Samstagabend in Oranienburg aber eher keine Begünstigung. Und mit einer der Gründe, warum der Drittligist mit 26:33 verloren hat.

Drei Spiele, zwei Niederlagen. So lautet die ernüchternde Bilanz des SVA nach dem Saisonstart. Cheftrainer Martin Ostermann gestand nach der klaren Niederlage beim OHC, dass es „hätte besser sein können". Der 34-Jährige hatte insgeheim gehofft, „dass wir eines der zwei ersten Auswärtsspiele mitnehmen können". Und in Oranienburg wäre das auch gar nicht mal so unrealistisch gewesen.

Bis zur Pause hielt der SVA die Partie nämlich noch offen. Und das, obwohl er gar nicht richtig gut gespielt hatte. „Wir haben vernünftig mitgespielt, aber nicht gut", so Ostermann. Der Knackpunkt war für den Coach aber die Phase um den Halbzeitpfiff und der Beginn des zweiten Durchgangs. Und dort die erwähnte Überzahl.

In dieser schaffte es Bernburg nämlich nicht, der Partie eine Wendung zu geben. Oranienburg spielte die ersten beiden Minuten in der zweiten Hälfte zwar mit einem Mann weniger, konnte die 15:14-Pausenführung in jedoch sogar noch um Tor ausbauen. Weil Bernburg immer wieder falsche Entscheidungen traf. „Generell", haderte Martin Ostermann, „haben wir in Uberzahisituationen zu wenig Tore gemacht." Auf der anderen Seite bestrafte der Oranienburger HC jede Unterzahl des SVA gnadenlos.

Nach rund 40 Minuten lag Anhalt erstmals mit fünf Toren zurück und es sollte sich die zweite aktuelle Schwäche zeigen: der Kopf. „In dieser Phase”, so Ostermann, „sacken wir zu schnell zusammen." Bernburg war nicht mehr in der Lage das Spiel zu drehen und steht nun im nächsten Heimspiel wieder ein bisschen unter Druck. „Heimspiele", sagte Ostermann, „sind in unserer Phase umso wichtiger. Da brauchen wir jede Unterstützung."

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