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12.04.2019

Mannschaft muss liefern

VON DETLEF LIEDMANN

BERNBURG/MZ - Ein Blick auf die Tabelle genügt, um zu erkennen: Anhalt Bernburg muss am Samstag gegen die HSG Ostsee gewinnen, um seine Chancen auf den Klassenerhalt in der 3. Liga Handball zu wahren. Nach der Bernburger Niederlage am vergangenen Sonntag in Schwerin ist die Spielgemeinschaft aus Neustadt und Grömitz am Team von Martin Ostermann vorbeigezogen. Denn, man sollte es kaum für möglich halten: Die HSG Ostsee gewann ihr Heimspiel gegen Spitzenreiter HCE Rostock mit 26:24.

Drei Spiele sind in der 3. Liga noch zu absolvieren. Zwei davon bestreitet Bernburg zu Hause gegen Mannschaften, die ebenfalls noch um den Klassenerhalt kämpfen. Am Samstag gegen die Handballspielgemeinschaft Ostsee und am 4. Mai gegen den MTV Braunschweig. Dazwischen liegt am 27. April die Partie in Hannover-Burgwedel, - ebenfalls noch vom Abstieg bedroht. Die Rechnung ist einfach: Gewinnen die Bernburger alle drei Spiele, sind sie durch. Injedem Fall müssen Heimsiege gegen die HSG Ostsee und Braunschweig her.

Freilich wäre es den -Saalestädtern lieber, nicht am 4. Mai noch einen Sieg gegen Braunschweig erzwingen zu müssen. Das aber hängt immer auch von den Ergebnissen der Mitbewerber um den Klassenerhalt ab. Das sind Stand jetzt die Zweite des SC Magdeburg, der HSV Hannover, die Zweite der Füchse Berlin, die HSG Ostsee, die Zweite der SG Flensburg-Handewitt und der MTV Braunschweig. Zwischen  Magdeburg und Braunschweig liegen aktuell fünf Punkte, sechs sind noch zu vergeben. Am Samstag werden also in jedem Fall erste Vorentscheidungen fallen.

"Die Mannschaft muss liefern", fordert Marco Mansfeld. Er ist nicht nur Betreuer des Teams, sondern auch Mitglied im Vorstand des Förderkreises. Als solches sagt er: "Die Rahmenbedingungen für die neue Saison sind geschaffen." Und versucht zu erklären, warum es in Schwerin (27:28) nicht zu etwas Zählbarem gereicht hat. "Das ist ein Phänomen, das uns schon über die gesamte Saison begleitet. Wir kommen gut rein ins Spiel, werden in der Folge aber zu hektisch. Statt den letzten Pass zu spielen, fangen wir uns Gegenstöße ein und die zu unterbinden, kostet unwahrscheinlieh viel Kraft", so Mansfeld. Kraft, die Anhalts kleiner Kader einfach gar nicht habe.

Vor allem aber sei das natürlich ein Kopfsache. Erst recht, da es jetzt ans Eingemachte gehe. "Jeder versucht sicher, sein Bestes zu geben. Aber Einzelaktionen bringen nichts, Wir können nur zusammen gewinnen", sagt Mansfeld. Einen Mentaltrainer gäbe es zwar nicht bei Anhalt Bernburg. Aber: "Bei Heimspielen schauen wir uns in der Halbzeitpause Videosequenzen an, analysieren die Fehler und suchen nach Lösungen", so Mansfeld. Was die Bernburger außerdem noch brauchen neben Analysen und Lösungsvorschlägen: "Unser Publikum muss genau wie die Mannschaft am Samstag von der ersten Minute an hellwach sein und eine Stimmung schaffen, die uns nach vorn trägt", sagt Mansfeld. Studenten bekommen bei Vorlage ihres Ausweises freien Eintritt. "Mal sehen, ob wir die Halle vollbekommen", sagt der Stellvertretende Vorsitzende des Förderkreises. Als Betreuer weiß er, dass ein Einsatz für Kilian Kraft noch zu früh kommt. "Aber für Burgwedel will er fit sein. Bei Steffen Coßbau werden wir sehen, ob es geht." Ansonsten seien alle Mann an Deck für das wichtige Heimspiel gegen HSG Ostsee.

Anwurf in der Bruno-Hinz-Halle am Samstag ist um 17 Uhr.

 

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