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18.10.2019

Nach dem Tunnel wartet die HG Barmbek

VON DETLEF LIEDMANN

BERNBURG/MZ - An Handballern mangelt es in Harnburg offenbar nicht. Allein die HG Hamburg-Barmbek hat fünf Herrenmannschaften im Spielbetrieb. Aushängeschild ist die Erste in der Dritten Liga. Zwei Relegationsspiele brauchten die Hansestädter für den Wiederaufstieg in die Dritte Liga, aus der sie 2018 abgestiegen waren. Ein Treffer gab gegen Stralsund den Ausschlag. Die Euphorie war groß.

Mittlerweile ist sie nach zuletzt zwei Niederlagen der Ernüchterung gewichen. Kein Grund jedoch für Anhalt Bernburg, an diesem Freitagabend die Partie in der Sporthalle Wandsbek, Anwurf ist 20 Uhr, auf die leichte Schulter zu nehmen. Dass es keine einfachen Spiele gibt in dieser Dritten Liga, hat Anhalts Trainer Martin Ostermann immer betont. Denn hinter Dessau-Roßlau, einziger Drittligist bundesweit ohne Punktverlust, Vinnhorst und Rostock reiht sich ein Feld, in dem jeder jeden schlagen kann. Zuletzt sogar Bernburg die Eintracht aus Hildesheim. Noch ist Bernburg Vorletzter. Doch der Abstand auf Rang sieben beträgt gerade mal zwei Punkte. Es geht also eng zu in der Dritten Liga. Mit einem Sieg könnte sich Anhalt um ein paar Plätze verbessern.

Gegen 13 Uhr werden sich die Bernburger an diesem Freitag auf den Weg machen. Neben HG Barmbek wartet mit dem Elbtunnel eine weitere Herausforderung. "Unser Ziel ist es, immer zwei Stunden vor dem Anwurf da zu sein ", so Trainer Martin Ostermann. Dann folge ein Spaziergang, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.

50 Minuten vor Anwurf bittet Ostermann zur Besprechung. Dann geht es für 35 Minuten zur Erwärmung auf die Platte. Am Ende bleiben fünf Minuten fürs Anziehen der Trikots und, wie Ostermann es nennt, die Emotionalisierung. Die Mannschaft der HG Hamburg- Barmbek beschreibt Ostermann als junge Truppe, die 2016 zum Auffangbecken für zahlreiche Talente des insolventen Handball Sport Vereins Hamburg wurde. Die groß gewachsenen Abwehrspieler würden ein 6:0- Deckung favorisieren. "Vorn agieren sie eigentlich recht simpel und machen das Beste aus ihren Möglichkeiten", sagt Ostermann.

Gefragt, warum es gegen Hildesheim plötzlich besser gelaufen ist als in den Spielen zuvor, antwortet er: "Für mich kam das überhaupt nicht plötzlich, sondern war Teil unserer Entwicklung und die Fortsetzung dessen, was wir in Altenholz gezeigt haben. Nur, dass wir uns diesmal auch belohnt haben." Er habe der Mannschaft immer gesagt, wer nicht aufgebe, könne nicht verlieren,' sondern werden auch gewinnen. Genau das ist gegen Hildesheim eingetreten. Und vielleicht findet es ja an diesem Freitag seine Fortsetzung. Gleichwohl, es wird schwer in Hamburg. Nicht nur wegen des Elbtunnels und seiner viel gefürchteten Staus.

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