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04.02.2019

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VON DETLEF LIEDMANN

Steffen Coßbau (FOTO/MZ: Engelbert Pülicher)

Bernburg/MZ - Eigentlich begann es gut aus Bernburger Sicht im Drittligaspiel beim HSV Hannover. 4:2 führten die Handballer von der Saale nach gut sechs Minuten. Kilian Kraft, Niklas Friedrich, Tim Ackermann und Steffen Cieszynski hatten getroffen. Und Nico Richter einen Siebenmeter verworfen. Was nicht oft vorkommt.

Doch ab der zehnten Minute wendete sich das Blatt. Hannover kam zum Ausgleich (5:5) und ging danach erstmals in Führung. Am Ende hieß es 27:33 aus Bernburger Sicht. Besonders den siebenfachen Torschützen Lukas Quedenbaum und Sascha Muscheiko (5) bekamen die Bernburger nur schwer in den Griff. „Wir waren in der ersten Hälfte gar nicht richtig auf der Platte. Jeder Fehler ist knallhart bestraft worden. Ein ums andere Mal haben wir uns schnelle Gegenstöße eingefangen. Und die Abwehr war überhaupt nicht aggressiv genug, so dass es Max Mohs im Tor diesmal ganz schwer hatte“, so Marco Mansfeld. Weil Martin Ostermann als Landestrainer für den Verband unterwegs war, betreute Mansfeld gemeinsam mit Svajunas Kairis die Mannschaft. Kairis war bis zum Dezember Trainer in Köthen und hat früher mal in Bernburg gespielt. „Wir haben immer noch ein gutes Verhältnis zu ihm und da habe ich ihn gefragt, ob er sich vorstellen könne, mal auszuhelfen“, so Mansfeld.

Genützt hat es nichts. Gleichwohl sagte Mansfeld. „Wir hatten uns gut vorbereitet und auch einiges ausgerechnet.“ Doch Theorie und Praxis seien eben zwei verschiedene Paar Schuhe. Und wenn dann noch die personellen Alternativen fehlen. „Steffen Coßbau hat eine Schulterzerrung, konnte auch nicht so, wie er wollte“, so Mansfeld weiter. Beim 7:7 durch Radek Sliwka (14.) gelang noch einmal der Ausgleich. Dann verlor Bernburg nach und nach die Tuchfühlung. Hannover zog bis zur Pause auf 17:12 davon.

Nach dem Wechsel zeigte sich zunächst ein ähnliches Bild. Bernburg rannte an, Hannover gelangen die Treffer. 21:13 für den HSV hieß es nach 37 Minuten. Zwar sind acht Tore Differenz nach knapp zwei Dritteln der Spielzeit nicht unaufholbar, doch Anhalt war dazu an diesem Tag nicht in der Lage. Zwar gelang mit einem 2:0-Lauf (Ackermann, Richter) eine leichte Verkürzung, doch Hannover ließ auch weiterhin nichts anbrennen. Die Niedersachsen spielten ihren Stiefel runter und brachten das Spiel mit 33:27 sicher nach Hause. Da ist es nur ein kleiner Trost, dass die Bernburger die zweite Halbzeit mit 15:16 aus ihrer Sicht ordentlich gestalteten. Das zu drehen, vermochten sie indes nicht mehr.

Am kommenden Samstag gastiert Spitzenreiter Rostock in der Bruno-Hinz-Halle. „Zu Hause haben wir gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte immer gut ausgesehen und auch schon Siege geholt. Warum soll uns das nicht auch gegen Rostock gelungen“, verbreitet Mansfeld Optimismus.

SVA: Mohs, Link - Cieszynski (4), Kraft (1), Marschall (1), Friedrich (2), Ackermann (6), Schulze, Sliwka (3), Grafenhorst (3), Coßbau, Richter (7/3)

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