Impressum | Kontakt
10.02.2020

Nur zur Aufmunterung

VON DETLEF LIEDMANN

BERNBURG/MZ - 55 Minuten waren in der Bernburger Bruno-Hinz¬Halle gespielt, da brach es aus einem Fan auf der Gegentribüne förmlich heraus. „Leute, Hilfe" rief er unüberhörbar in die Halle. Doch den Drittligahandballern von Anhalt Bernburg war da nur noch bedingt zu helfen 23:28 lagen sie gegen den TSV Altenholz zurück Am Ende verloren sie vor 425 Zuschauern 26:31. Und die Abstiegszone ist jetzt wieder näher gerückt, nur noch fünf Punkt entfernt. Dabei hatten sich die Saalestädter so viel vorgenommen nach den starken Auftritten in Rostock (28:29) in Burgdorf (25:25). Doch daraus wurde nichts. Vielleicht war der Erwartungsdruck zu hoch, das von Trainer Martin Ostermann geforderte Feuer zu Hause zu entfachen.

Ostermann selbst war wegen eines Lehrgangs gar nicht in der Halle, wurde von Svajunas Kairis vertreten. Dieser sah eine torarme Anfangsphase. Nach elf Minuten hatte Radek Sliwka zum 5:5 ausgeglichen, bevor Altenholz schnell mit drei Treffern in Folge auf 8:5 davonzog (14.). Doch Anhalt fing sich wieder. Zur Pause hieß es 12:12. Und dann legten die Gastgeber vor zum 15:12 (33.), schienen also auf dem richtigen Weg. Doch am Ende standen 16 Fehlwürfe und elf technische Fehler einem Sieg im Wege. „Wir haben ein paar Mal geführt, aber danach nicht konzentriert weitergespielt, sondern zu schnell den Abschluss gesucht", brachte es Anhalts Präsident Reinhard Krause aus den Punkt. Und es ist schon bitter, wenn in der Abwehr Bälle erkämpft werden, das Streitobjekt aber im Gegenstoß nicht beim nach vorn eilenden Spieler ankommt. Oder dieser in freier Position scheitert. Klar, die Schiedsrichter Konstantin Großer und Christopher Witt haben besonders in der ersten Halbzeit mit einigen Entscheidungen für Unmut auf Parkett, Bänken und Rängen gesorgt. Und klar, es reichte für den angeschlagenen Matija Paviovic nur zu einem Kurzeinsatz. Doch das als Erklärung für die Niederlage anführen zu wollen, wäre zu kurz gegriffen.

Vor allem am Kreis klappten die Anspiele in der letzten Viertelstunde kaum noch. Tim Ackermann rackerte zwar, wurde aber von seinen Gegenspielern meist gut abgeschirmt. So gab es zwar 14 Treffer aus dem Rückraum durch Marc Godon (14), Radek Sliwka (3) und Mislav Grgic (3), aber eben auch besagte 16 Fehlwürfe und elf technische Fehler.

Da nutzten die elf Paraden von Florian Link am Ende wenig. Die Fans applaudierten zwar nach dem Abpfiff. Aber eben auch nur zu der Aufmunterung des Teams.

SVA: Link, Stemmler - Ackermann (2), Marschall (1), Friedrich (1), Schulze (2), Sliwka (3), Grafenhorst, Coßbau, Grgic (3), Pavlovic, Richter (6/4), Godon (8)

<< Zurück