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26.11.2018

Ostermanns Sorgenfalten werden tiefer

VON DETLEF LlEDMANN

NEUSTADT/BERNBURG/MZ - Die Achte rb ahnfahrt für Anhalt Bernburg in der Dritten Liga geht weiter. Reichten eine Woche zuvor noch 28 Treffer zum Sieg gegen Schwerin, war diese
Ausbeute am Samstag zu wenig. Mit 28:31 unterlagen die Schützlinge von Martin Ostermann bei der HSG Ostsee NG. Dabei hatten die Bernburger einen starken Start, führten nach knapp sechs Minuten 3:0. Aber: "Wir wurden mit ungewöhnlicher Härte begrüßt", so Trainer Martin Ostermann, der sich um Mare Godon sorgt.

Godon wurde bei seinem Wurf zum 1:0 von Piet Möller rüde attackiert, stürzte auf den Hallenboden und verletzte sich schwer am rechten Arm. Er musste sofort in die Klinik. "Wenn wir Glück haben, ist es nur eine Bänderdehnung. Wen wir Pech haben ist etwas abgesplittert", so der Trainer. Dass Möller die rote Karte sah, konnte den Verlust nicht kompensieren. "Marc hat uns sowohl im Angriff als auch in der Abwehr sehr gefehlt", so Ostermann weiter. Jetzt müsse man sehen, wie das kompensiert werden kann. Zwei Möglichkeiten gibt es laut Ostermann. Entweder, man hole Verstärkung von Außen, oder das System werde umgestellt. Problem: Nikolas Berends hat am Samstag sein letztes Spiel für.Anhalt bestritten. Also fehlt dem Trainer noch eine Option. Frühestens am Dienstag wisse er, welche Option hier letztlich greifen könnte.

Trotz aller Probleme lief es lange gut für Anhalt in der Neustädter Halle. Bernburg führte über weite Strecken der ersten Halbzeit, verlor aber ab der 25. Minute etwas den Zugriff. Zur Pause führte die HSG 16:14. "In der zweiten Halbzeit haben wir in der Abwehr zunächst überhaupt keine Mittel gefunden", monierte Ostermann. Erst ab der 45. Minute sei das wieder besser geworden. Beim 26:26 (52., Kilian Kraft) waren die Saalestädter wieder dran. Dann legten die Gastgeber einen 4:0- Lauf hin.

Auch, weil die Bernburger jetzt, man muss schon fast sagen, wieder einmal, zu viel im Alleingang versuchten. Und weil mit Maximilian Folchert bei der HSG Ostsee ein Mann zwischen den Pfosten steht, der alle Stärken und Schwächen der Bernburg kennt. In der vorigen Saison hütete Folchert nämlich noch den Bernburger Kasten und war der große Rückhalt. "Klar haben wir uns nicht aufgegeben, aber in der Summe hat es diesmal nicht gereicht", so Ostermann im Resümee zu dieser Partie.

Bernburg: Link, Mohs - Cieszynski (6), Kraft (6), Marschall (1), Friedrich, Schulze (3), Sliwka (3), Ackermann (3), Grafenhorst (1), Berends, Richter (4/1), Godon (1)

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