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15.02.2019

Planung läuft bereits

VON DETLEF LIEDMANN

Steffen Cieszynski ist einer der Schlüsselspieler. (FOTO/MZ/Archiv: Engelbert Pülicher)

BERNBURG/MZ - "Wir haben trotzdem gefeiert", sagt Marco Mansfeld. 19:20 hatten die Handballer von Anhalt Bernburg vor einer Woche ihr Drittligaspiel gegen Spitzenreiter HC Empor Rostock verloren. Und dennoch erhobenen Hauptes zur Feier mit dem Förderverein Bärenpower" gefahren.

"Der Förderverein ist ein ganz wichtiger Unterstütz er und finanziert uns unsere Auswärtsfahrten", beschreibt Betreuer Mansfeld das Engagement des Vereins um seinen Vorsitzenden Michael Keitel. Und auch sonst gibt es laut Mansfeld viel Positives bei Anhalt. "Wir sind uns mit Martin Ostermann einig. Er bleibt unser Trainer. Ein Großteil des Etats für die nächste Saison steht bereits, so dass wir auch mit der Mannschaftsplanung beginnen können." Mansfeld lässt keinen Zweifel daran, dass Anhalt auch in der neuen Serie Drittligist sein wird. "Ich bin da sehr positiv gestimmt", sagt er vor dem Heimspiel am Sonnabend gegen den Tabellenzweiten Eintracht Hildesheim. Das ist eine Partie, welche die Bernburger gewinnen wollen, aber nicht unbedingt gewinnen müssen. Jedenfalls erwartet das niemand von ihnen.

Gegen Rostock hatte das auch niemand erwartet. Und doch hätten es die Ackermann, Richter und Co. fast gepackt, den Spitzenreiter in die Knie zu zwingen. Woran es letztlich gelegen hat, dass es nicht reichte? "Die Jungs sind ja sehr selbstkritisch und wissen, dass sie in dieser oder jener Situation anders hätten entscheiden und reagieren müssen. Aber das ist alles hätte, Wenn und Aber. Es ist, wie es ist", so Mansfeld. Auch die letzte Szene des Spiels habe er sich wieder und wieder angeschaut. "Nico kann man da keinen Vorwurf machen. Er hat ja den Ball überhaupt nicht richtig zu fassen bekommen. Da hätte schon sehr viel Glück dazugehört, um den rein zu machen."

Nico Richter hatte die letzte Chance im Spiel, scheiterte aber am Rostocker Keeper und saß ein wenig bedröppelt neben dem Tor. Alles Schnee von gestern, wobei schon vorige Woche kein Schnee mehr in Bernburg zu sehen war. 

Am Sonnabend werden auch in Bernburg frühlingshafte Temperaturen erwartet und die Bernburger hoffen, dass es ihre Fans nicht nur nach draußen zieht, sondern auch in die Bruno- Hinz-Sporthalle. Zum Anfeuern. In dieser Rolle wird sich auch Tim Ackermann wiederfinden. Zwar hat sich "zum Glück" (Mansfeld) die erste Diagnose Mittelfingerbruch nicht bestätigt, aber die tiefe Fleischwunde, welche mit mehreren Stichen genäht werden musste, lässt einen Einsatz nicht zu. "Die Wunde ist auf der Oberseite des Fingers und jede Bewegung würde sie wieder aufreißen lassen", so Mansfeld. Auch Florian Link wird nur auf der Bank Platz nehmen. "Für den Notfall steht er aber bereit."

Der Notfall würde laut Mansfeld eintreten, wenn sich Max Mohs ernsthaft verletzten sollte. Dabei ist Link nach seinem Zusammenprall im Test bei der Zweiten des SC Magdeburg selbst nicht hundertprozentig fit. "Wir müssen immer abwarten, was sein Zahnarzt sagt", so Mansfeld. Denn Link hatte sich am Unterkiefer verletzt. Für die nächsten wichtigen Spiele wird er aber wieder bereitstehen. Und da kommen mit der Zweiten der Füchse Berlin sowie den beiden Flensburger Teams drei richtungweisende Spiele auf die Mannschaft von Ostermann und Mansfeld zu.

Anwurf in der Bruno-Hinz-Halle am Sonnabend ist 17 Uhr.

 

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