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17.01.2020

Revanche nur Nebensache

VON DETLEF LIEDMANN

BERNBURG/MZ - Nächstes Heimspiel für Anhalt Bernburg in der Dritten Liga Handball. Am Samstag, 17 Uhr, trifft die Mannschaft von Trainer Martin Ostermann in der Bruno-Hinz-Halle auf den Aufsteiger und Tabellenvierten TuS Vinnhorst. Nach dem 29:36 im Hinspiel sind die Bernburger natürlich auf eine Revanche aus.


Aber nicht vordergründig. Zuallererst geht es nämlich um Punkte für den Klassenerhalt. Und da stehen die Männer von der Saale gut da im Moment. Acht Siege in 18 Spielen bedeuten 16 Punkte und Rang acht. Eine Platzierung, mit der nach sechs Niederlagen in den ersten sieben Saisonspielen nicht unbedingt gerechnet werden konnte. Doch zurzeit läuft es richtig gut. Mit einem Heimsieg über die HSG Ostsee wurde das Jahr 2019 abgeschlossen. Und der Start 2020 hätte mit dem 29:21 gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin vor einer Woche nicht besser laufen können. Jetzt noch ein Sieg gegen Vinnhorst und die Bernburger können dem kommenden Auswärtsspiel beim He Empor Rostock gelassen entgegen sehen.

Einer der Erfolgsgaranten ist und bleibt Nico Richter. In 18 Spielen hat der Rechtsaußen 127 Treffer erzielt, davon 77 aus dem Feld heraus und 50 vom Siebenmeterpunkt. In der Statistik der Dritten Liga Nord-Ost rangiert er damit hinter Malte Voigt (TSV Altenholz, 139) auf Rang zwei. Zweitbester Bernburger Werfer in dieser Saison ist Mare Godon, der bisher 64 Mal traf. Richter, Godon und die anderen Bernburger müssen sich auf eine zupackende Abwehr einstellen. Auch das lässt sich in der Statistik ablesen. Vinnhorsts Florian Freitag hat in 17 Spielen bereits 23 Zeitstrafen absitzen müssen und fünfmal die Rote Karte gesehen.

So oft wie kein anderer Spieler. Doch die Statistik ist die eine Seite. Die Umsetzung der taktischen Marschroute eine andere. Und die heißt zuallererst, in der Abwehr sicher stehen, um dann über schnelle Gegenstöße den Erfolg zu suchen. Angriffe müssen sie lange wie möglich ausgespielt werden. Was übereilte Abschlüsse bringen, hat sich mehr als einmal bei der Europameisterschaft gezeigt. Sie bringen gar nichts. Außer jeder Menge Unruhe. Und vor allem Bedrängnis. So führte Deutschland gegen Lettland schon 24:17, um dann beim 28:27 das Spiel fast noch zu verlieren.

Auch, weil die Torhüter so gut wie keine Hand an den Ball bekamen. Da war Bernburgs Keeper Florian Link gegen Schwerin beim 29:21 aus anderem Holz geschnitzt. .Florian Link hat im Kasten erneut eine überragende Leistung geboten und somit den Grundstein für den Sieg gelegt", bescheinigte Trainer Ostermann seinem Keeper. Und Linksaußen Julian Schulze schlug aus den von Link eingeleiteten schnellen Gegenstößen Kapital, traf vor 385 Zuschauern siebenmal. Zuletzt fehlte Radek Sliwka im Aufgebot, machte sich stattdessen auf der Bank nützlich. Inwieweit seine Genesung fortgeschritten ist, wird sich zeigen. Ebenfalls noch nicht wieder hundertprozentig fit ist wohl auch Moritz Stemmler nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel. Gegen Schwerin saß er zwar in Habachtstellung, blieb dabei aber ohne Einsatzzeit.

Das Spiel am Samstag wird in der Bruno-Hinz-Halle wie gewohnt um 17 Uhr angepfiffen.

 

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