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15.12.2018

Rollen sind klar verteilt

VON DETLEF LIEDMANN

BERNBURG/MZ - „Wir haben nichts zu verlieren“, sagt Marco Mansfeld vor dem Drittligaspiel der Bernburger Handballer am Sonnabend gegen den TSV Altenholz. Das Team aus der Nähe von Kiel reist als Tabellendritter in der Bruno-Hinz-Halle an. Gastgeber Anhalt ist Elfter. Da sind die Rollen vor dem Anpfiff klar verteilt.

Und genau darin sieht Mansfeld die Chance. „Schwerin ist als Fünfter auch mit der Favoritenrolle zu uns gekommen und wir sind als Sieger von der Platte gegangen.“ Mansfeld lenkt an diesem Sonnabend gemeinsam mit Kilian Kraft von der Bank aus die Geschicke der Mannschaft. Denn Martin Ostermann ist für den Landesverband im Einsatz. Drei solche Termine gibt es im Jahr. An diesem Wochenende ist einer davon. „Das haben wir aber alles im Vorfeld. gewusst", so Mansfeld.

Ostermann, Mansfeld und Kraft haben im Vorfeld die Taktik ausgeknobelt. Ob sie aufgeht, wird auch davon abhängen, welches Personal am Sonnabend ab 17 Uhr zur Verfügung steht. „Vielleicht gibt ja der ein oder andere schon beim Aufwärmen ein Zeichen, dass es nicht geht", so Betreuer Mansfeld. Denn mit Tim Ackermann, Niklas Friedrich und Lucas Marschall sind gleich drei Spieler angeschlagen. „Lucas hat sich in Braunschweig eine Wadenzerrung zugezogen", sagt Ostermann. Das Spiel bei den Niedersachsen war eines der schwächsten der Bernburger überhaupt in dieser Saison. „Unser Publikum kann sicher sein, dass das Team eine Reaktion zeigen wird", verspricht Ostermann.

Die Unterstützung der Fans werden die Bernburger gegen Altenholz mehr denn je brauchen. Denn der. TSV kommt mit einem Kader, den Ostermann als zweitligareif beschreibt. Fast alle Spieler hätten Gardemaß. Nicht nur in der Höhe, sondern auch in der Breite. Die Spielweise ähnele der des THW Kiel. „Da geht alles schnell, der Rückraum und die Torhüter sind unwahrscheinlich stark", hat Mansfeld mit Ostermann und der Mannschaft im Videostudium erkannt. Dennoch: „Jeder bei uns hat Bock, am Sonnabend zu spielen und das Beste zu geben", sagt Mansfeld.

Was am Ende dabei herausspringe, werde man sehen. Viel wichtiger noch sei es aus seiner Sicht das letzte Spiel des Jahres, welches die Bernburger am 21. Dezember bei den Youngstern des SC. Magdeburg bestreiten. Ein Blick auf die Tabelle verrät warum. Das Nachwuchsteam des Bundesligisten ist derzeit Bernburgs Tabellennachbar. Da wäre ein Sieg in Magdeburg zwar nicht vorentscheidend, aber immens wichtig für den Klassenerhalt.
 

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