Impressum | Kontakt
09.09.2019

Rückstand schon zu groß

VON DETLEF LIEDMANN

BERNBURG/SCHWERIN/MZ - Stark begonnen und stark nachgelassen. Drittligist Anhalt Bernburg hat sein Spiel bei den Mecklenburger Stieren Schwerin am Sonntag mit 30:37 klar verloren.

Dabei lief zunächst alles nach Plan. Durch Mislav Grgic gingen die Schützlinge von Trainer Martin Ostermann in der Schweriner Sport- und Kongresshalle schon nach 37 Sekunden in Führung. Und blieben dank der Treffer von Niklas Friedrich (2:1) sowie Nico Richter (3:1) auch vorn. Doch nach dem 5:5 in der achten Minute wendete sich das Blatt. Schwerin enteilte auch 10:6. Trainer Ostermann versuchte mit einer Auszeit, wieder Ordnung in die Reihen zu bringen. Das gelang aber nur bedingt. Und auch die Rote Karte gegen den Schweriner
Kevin Herbst gereichte den Bernburgern nicht zum Vorteil. Vielmehr gelangen den Männern aus der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns in Unterzahl zwei Treffer. Schon nach 19:39 Minuten legte Ostermann zum zweiten Mal die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Beim 21:13 für Schwerin war Halbzeitpause.

Acht Treffer aufzuholen, ist im Handball keine Utopie. Allerdings waren die Mannen von der Saale am Sonntag davon ein ganzes Stück weit entfernt. Einen Treffer konnten sie in der Summe beider Halbzeiten noch gut machen, entschieden den zweiten Abschnitt sogar mit 17:16 zu ihren Gunsten. Immerhin ein Zeichen, dass auch Schwerin keine Übermannschaft ist. Aber um das Ergebnis noch umzubiegen, hätte bei den Stieren schon vieles schief laufen müssen. Und bei Anhalt hätte alles klappen müssen. So aber gelang es nur, den Rückstand in Grenzen zu halten.

Teilweise betrug er elf Treffer (27:16, 39. Minute). Das ist schon eine Hausnummer. Und wenn dann noch 1 300 Zuschauer die Gastgeber anfeuern, wird es umso schwerer. In der Vorsaison hatte die Kulisse Anhalt noch beflügelt und am Ende stand ein nur 27:28 aus Bernburger Sicht im Protokoll. Doch diesmal war es eher lähmend. Vor allem Kim Collin Reiter bekamen die Bernburger überhaupt nicht in den Griff. Er traf neunmal. Und die Gäste von der Saale verwarfen drei Siebenmeter. In der vorigen Saison waren die Erfolge vom Punkt übers Jahr verteilt noch eine der Stärken. Bislang sieht es in dieser Kategorie nicht rosig aus.

Und auch taktisch musste Ostermann noch einmal umstellen. Matija Pavlovic war in der 47. Minute mit Adam Papadopolus aneinandergeraten. Beide sahen die Rote Karte. Das Spiel leiteten übrigens die Unparteiischen Felix Henker und Stefan Schirmaeher, die erklärtermaßen nicht zu den Lieblingsschiedsrichtern der Bernburger gehören. Aber an ihnen hat es sicher nicht gelegen, dass die Saalestädter Sonntagabend als Verlierer zurückfuhren.

SVA: Link, Stemmler - Marschall. Friedrich (2). Ackermann (3), Schulze (3), Sliwka (29, Grafenhorst (3), Coßbau, Grgic (5), Pavlovic (2), Richter (5/3), Godon (2)
 

<< Zurück