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30.03.2019

Trainer mit Sorgenfalten

VON DETLEF LIEDMANN

BEPNBURG/MZ - „Wir sind nicht der Favorit. Das muss ich angesichts unserer personellen Situation ganz klar sagen." Man spürt förmlich, wie sich Martin Ostermanns Stirn in Falten legt, in Sorgenfalten. Denn vor dem Heimspiel gegen den 1. VfL Potsdam an diesem Samstag hat .es für den. Trainer des Drittligisten Anhalt Bernburg keine guten Nachrichten gegeben. Steffen Coßbau fällt wegen eines. Muskelfaserrisses; zugezogen beim 25:24 in Burgdorf, definitiv aus. Und der Einsatz von Kilian Kraft ist vakant.

Kraft hat laut Ostermann eine Verletzung am Sprunggelenk. Und dort hat sich außerdem noch eine Entzündung eingenistet. So fehlen Ostermann im Handballspiel gegen Potsdam nicht nur Alternative im Rückraum. Mitte, sondern auch im Innenblock der Verteidigung. „Da müssen wir nach Lösungen suchen", so der Trainer. Denn eine schwere Aufgabe wird es für die Bernburger allemal gegen den Verein aus der brandenburgischen Landeshauptstadt. Dort steht mit Rolando Urios (19) ein überragender Kreisläufer im Team, der aus der A-Jugend der Füchse Berlin nach Potsdam gewechselt ist. Und wer den Namen Urios schon mal in einem anderen Zusammenhang gelesen oder gehört haben will, liegt genau richtig. Rolando Urios Fonseca, geboren 1971 im kubanischen Bayamo, 2005 mit Spanien Weitmeister, galt zwischen 1998 und2009 als einer der weitbesten Kreisläufer. Und er ist der Vater des Potsdamers Rolando Urios. Zu Urios gesellen sich mit Yannik Münchberger und Matti Spengler zwei auf den ersten Blick eher unscheinbare Rückraumspieler auf der Mittelposition. Ostermann beschreibt, was sie so gefährlich macht. „Sie suchen der Erfolg oft über Eins-Eins-Situationen und steigen zum Wurf hoch, wenn man nicht damit rechnet." Darauf müsse er seine Mannschaft einstellen. Auch auf die aggressive Abwehr der Potsdamer, die je nach Spielverlauf in der Lage ist, blitzschnell zwischen zwei Systemen zu wechseln. Die Spielanlage ist angelehnt an jene der Berliner Füchse, mit denen ein Kooperationsvertrag besteht. Das wird eine ganz schwere Aufgabe für uns", ist Ostermann überzeugt.

Im Hinspiel jedenfalls gab es kein Erfolgserlebnis für die Handballer. von Anhalt-Bernburg. In Potsdam verloren sie am 4. November 2018mit 27:32. Dass es in Potsdam nicht zu etwas Zählbarem reichte, hatte damals laut Ostermann vor allem etwas mit dem schwachen Auftritt in der ersten Halbzeit zu tun. „Wir haben ja mehr oder weniger ohne Abwehr gespielt und die Potsdamer Kreisläufer und den Rückraum nicht in den Griff bekommen."
In der zweiten Halbzeit wurde es besser. „Aber wir haben es nicht geschafft, die Big Points zu machen", sagte Ostermann. „Wir haben Siebenmeter verworfen oder uns bei Tempogegenstößen Ballverluste geleistet, weil wir viel zu hektisch waren", monierte Ostermann nach der Partie 2018.
An diesem Samstag jedenfalls soll das anders werden, auch wenn die. Bernburger nicht als Favorit in die Partie gehen. Denn die Punkte sind immens wichtig.

Anwurf in der Bruno-Hinz-Halle am Samstag ist um 17 Uhr.

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