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25.02.2019

Viel geht über die Außen

VON DETLEF LIEDMANN

BERNBURG/BERLIN/MZ - Sie können es also auch auswärts! Mit 24:22 gewannen die Handballer von Anhalt Bernburg ihr Drittligaspiel bei der Zweiten der Füchse Berlin und haben nach zuletzt zwei Heimniederlagen gegen die Spitzenteams aus Rostock und Hildesheim in der Tabelle wieder einen Schritt nach vorn gemacht.

Am Ende wurde es aber noch einmal eng vor 80 Zuschauern in der Hauptstadt. Zur Pause hatten die Schützlinge von Trainer Martin Ostermann 15:11 vorn gelegen, dreieinhalb Minuten vor Schluss führten sie 23:20. Doch Bastien Genty und Fynn-Ole Fritz brachten die Füchse auf 22:23 heran. Die Bernburger zeigten aber, dass sie gereift sind und ließen sich den Sieg diesmal nicht mehr aus der Hand nehmen. Clemens Grafenhorst traf 52 Sekunden vor dem Schlusssignal zum 24:22 und die Saalestädter spielten das Ding nach Hause.

Dabei brauchten sie ein wenig Anlaufzeit. Beim 6:5 (12.) gingen die Gäste erstmals ins Führung und zogen zwischen der 13. und 20. Minute durch einen 5:0- Lauf von 6:6 auf 11:6 davon. Überragender Akteur am Samstagabend war Nico Richtet mit neun Treffern, davon sieben aus dem Spiel heraus erzielt.

Weil die robusten Berliner in der Mitte die Wege zustellten, mussten es die Bernburger über die Außenpositionen versuchen. Was ihnen zuletzt gegen Hildesheim nur bedingt gelang, klappte diesmal bestens. Und auch Neuzugang Steffen Coßbau findet immer mehr Bindung zum Team.

Nach der Pause machten die Bernburger dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Clemens Grafenhorst und Steffen Cieszynski legten zum 17:11 vor. Bis zum 19:14 (43.) blieb der Vorsprung beruhigend. Zehn Minuten vor Schluss waren die Berliner beim 18:20 dran. Eine Auszeit sollte wieder Ordnung bringen. Das gelang auch mit den Treffern zum Bernburger 21:18 (Niklas Friedrich) sowie 22:18 (Richter).

"Wir haben in der Schlussphase die Ruhe bewahrt und ein super Rückzugsverhalten gezeigt. Allein Julian Schulze hat in dieser Phase den Berlinern dreimal den Ball abgenommen und Florian Link hat eine Großchance zunichte gemacht", so Trainer Martin Ostermann. Nächstes Wochenende ist er mit seiner Mannschaft spielfrei, bevor am 9. März der DHK Flensborg zu Gast ist.

Bernburg: Link, Mohs - Cieszynski (3), Kraft, Marschall, Friedrich (2), Ackermann (2), Schulze, Sliwka (1), Grafenhorst (3), Coßbau (3), Richter (9/2), Godon

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