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14.09.2018

"Wir müssen das Spiel gewinnen"

VON TOBIAS GROSSE

BERNBURG/MZ - Im Training des SV Anhalt Bernburg war in dieser Woche etwas anders. Es fand nämlich am Dienstag und Donnerstag ohne Cheftrainer Martin Ostermann statt. Der 34-jährige Landestrainer weilte bis Freitag in Köln, wo er nebenbei das Diplom-Trainer-Studium an der Akademie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSE) absolviert. Herr über die Einheiten beim Handball- Drittligisten war daher Spieler-Co- Trainer Kilian Kraft.

Seit Anfang der Saison hat der 35 Jahre alte Routinier diese Doppelfunktion inne, nachdem er in der zurückliegenden Saison teilweise schon solche Aufgaben übernahm. So richtig geändert hat sich für Kraft aber nichts. "Im Spiel ist alles wie immer", sagt er, "und auch in der Analyse habe ich schon immer Video geguckt." Einzig der Austausch mit Chefcoach Ostermann ist enger.

In dieser Woche aber musste Kraft das Gesehene mit der Mannschaft auswerten. Das 26:33 beim Oranienburger HC am vergangeneu Wochenende war die zweite Niederlage im dritten Saisonspiel für den SV Anhalt. "Von einem Fehlstart", betont Kraft aber, "würde ich jetzt noch nicht sprechen." 

Von keinem zufriedenstellenden Start in die Saison aber schon. Bernburg hat sich mehr. vorgestellt. Die ersten beiden Auswärtsspiele führten zwar zu den vielleicht heimstärksten Mannschaften der Liga, Altenholz und Oranienburg, doch es war die Art und Weise, in der der SVA enttäuscht hat. Das Team von Ostermann verlor zweimal ganz deutlich und hat aktuell die meisten Gegentreffer der Liga kassiert.

Vor dem nächsten Heimspiel gegen den HSV Hannover am Samstagabend sagt Kilian Kraft trotzdem: "Ich finde, wir haben kein Abwehrproblejn." Der Routinier sieht die Anfälligkeit hinten vielmehr in den Fehlern vorne begründet. "Unter Druck treffen wir schlechte Entscheidungen", sagt Kraft. Der SVA müsse nur "Nuancen ändern, dann werden wir unsere Siege einfahren". Nein, von einem Fehlstart will der frühere Profi nicht sprechen. Aber: "Wir müssen das nächste Spiel gewinnen, um gar nicht in gewisse Situationen reinzurutschen."

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