Viel Pech in der Vorbereitung

Wann beginnt die Saison in der 3. Liga? Sind Zuschauer zugelassen? Wenn ja, wie viele? Fragen über Fragen, aber wenig Antworten. Wer zurzeit die Internetseite des Deutschen Handballbundes besucht, findet jede Menge Neues.

Wie das Trikot der Nationalmannschaft aussieht zum Beispiel. Oder über Änderungen im Vorstand und einen Weltrekordversuch der Handballvereine. Spielpläne, nicht nur der 3. Liga, sucht der Interessent indes vergeblich. Vom 4. Oktober als Starttermin ist immer mal die Rede gewesen. Veritabel ist dies nicht. Zumindest gibt es einen Rahmenterminplan auch für die Staffel Nordost, in welcher Anhalt Bernburg mitmischt und sich auf einige neue Gesichter einstellen muss. So sind jetzt die Zweite des SC DHfK Leipzig, der HC Burgenland, der Stralsunder HV, der Northeimer HC und die HSG Eider Harde Gegner in der 18 Teams umfassenden Staffel. 18 Teams das bedeutet 34 Spiele zwischen Oktober und Ende Mai. Denn laut Rahmenterminplan soll es tatsächlich am 4. Oktober losgehen.

Es sei denn, die jeweiligen Landesregierungen schieben dem Ganzen wegen Corona noch einen Riegel vor. Bei Betrachtung der· aktuellen Fallzahlen scheint das ja durchaus möglich zu sein. Bleibt es aber, so wie geplant, trifft Anhalt Bernburg am 4. Oktober in der Bruno-Hinz-Halle auf den MTV Braunschweig. Der Spielplan hält auch einige Wochenenden bereit, an denen die Vereine doppelt ran müssen. So gastiert Anhalt zum Beispiel am Freitag, 6. November, bei Aufsteiger FC Burgenland und spielt am Sonntag (8. November) darauf zu Hause gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin. Das wiederholt sich am 12. und 14. März kommenden Jahres. Und auch da heißen die Gegner Burgenland (H) und Schwerin (A).

„Wir bereiten uns so vor, dass wir am ersten Wochenende im Oktober mit voller Kraft ins Spiel gegen Braunschweig gehen können”, sagt Marco Mansfeld vom Förderkreis Anhalt Bernburg. Denn mit Braunschweig (H), der HSG Ostsee (A), dem Oranienburger HC (H) , Northeimer HC (A) und Eider Harde (H) gibt es dieses mal ein Auftaktprogramm gegen Gegner, die wohl allesamt nicht um die Spitze, sondern den Klassenerhalt spielen werden. Umso wichtiger wird da der Start. An diesem Donnerstag bestreitet Anhalt seinen ersten Test in der Bruno- Hinz- Halle, allerdings ohne Zuschauer. Gegner ist Oberligist NHV Concordia Delitzsch.

Am 28. August gastieren die Saalestädter beim Zweitligisten in Eisenach .. Nicht mit dabei sind Radek Sliwka und Clemens Grafenhorst. “Das sind unsere Pechvögel der Vorbereitung”, so Mansfeld. Sliwka hat sich den Bizeps in der rechten Schulter verletzt, Grafenhorst den rechten Brustmuskel. “Wenigstens sind es nicht ihre Wurfseiten”, sagt Mansfeld. Beide sind Linkshänder. Aber die sind eben enorm wichtig für eine Mannschaft. “Wir müssen sehen, dass wir jetzt beide fit bekommen. Unabhängig davon sind wir aber noch auf der Suche nach einem weiteren Spieler”, sagt Mansfeld zur Situation. Und nicht nur er hofft, dass im Oktober Zuschauer in die Halle dürfen. Ohne könne er sich nicht vorstellen. “Wir spielen ja Handball vor allem für die Fans und die beflügeln uns letztlich auch. Aber bis dahin müssen noch viele Fragen und Details geklärt werden.”

Quelle: MZ-Bernburg / Detlef Liedmann

Bernburger Derby erst 2021

Trotz Corona-Pandemie und der Sommerpause bei den Handballerinnen des SV Anhalt Bernburg (SVA) gibt es einige Neuigkeiten in Bezug auf die neue Saison. Als diesjähriger Meister in der Bezirksliga West des Handballverbandes Sachsen-Anhalt ist der SVA in die Sachsen-Anhalt-Liga aufgestiegen. Damit sind mit dem TV Askania Bernburg und dem SV Anhalt zwei Mannschaften aus dem Bernburger Stadtgebiet im Spielbetrieb der höchsten Klasse Sachsen-Anhalts vertreten. Zwei Stadtderbys werden das Interesse am Handball der Frauen mächtig steigern.

Auf die kommenden Aufgaben in der neuen Saison freut sich besonders Coach Torsten Plaue mit seinem Trainerteam. Als oberste Zielstellung sieht Plaue, “dass in der anstehenden Spielzeit der Klassenerhalt geschafft werden soll.” Prominenter Zugang im Trainerteam ist der ehemalige Frauencoach der HG 85 Köthen, Stefan Kutschbach, welcher in früheren Zeiten bei den Männern auf der Bernburger Bank an der Seitenlinie agierte. Im Gepäck hatte er gleich noch vier Spielerinnen mit Lisa Dasbach, Jasmin Günther, Laura Schachner und Juliane Schwager von der HG 85.

Weiter stoßen zu Anhalts Kader die B-Jugendlichen Luci Johann und Hanna Gastreich. Da im Moment keine Abgänge zu verzeichnen sind, steht dem SVA insgesamt ein Aufgebot von 21 Spielerinnen mit dem Stamm des Vorjahres. zur Verfügung. Zur Vorbereitung auf das Spieljahr sind die Frauen und Mädchen schon am Dienstag in den Trainingsbetrieb eingestiegen und sind dankbar, die Sportanlagen der Hochschule Anhalt in Strenzfeld nutzen zu können. Wöchentlich werden zwei Übungseinheiten durchgeführt. Der vorläufige Saisonstart ist am 26. September bei Mitaufsteiger SV Union Halle-Neustadts 111 vorgesehen. Zu gegebener Zeit wird die wichtige Nachwuchsarbeit der Vertretungen des SVA unter Anleitung von Karolin Knauff und Torsten Plaue in der C-Jugend, von Pauline Piotrowski sowie Mark Gerth bei der D-Jugend und mit Klaus – Dieter Grube bei der E-Jugend aufgenommen. Außerdem stehen Selina Grube sowie Anja Haberkuss für die Jugendarbeit bereit.

Anhalt hatte in der im März abgebrochenen Saison sowohl nach der herkömmlichen Rechenweise als auch nach der so genannten Quotientenregelung Platz eins der Bezirksliga West belegt und so das Aufstiegsrecht erworben. Neben Anhalt Bernburg rücken auch der BSV 93 Magdeburg, Jessen und Union Halle-Neustadts Dritte in die höchste Spielklasse auf. Die umfasst nach bisherigen Planungen 13 Mannschaften. Mithin wird es also für jedes Team 24 Spiele geben. Die erste Runde ist für den 26. September geplant. Während Anhalt an diesem Tag in Halle Neustadt antreten soll, steht für Askania ein Heimspiel gegen Post Magdeburg auf dem Programm.

Für den 3. Oktober ist Anhalts erstes Heimspiel vorgesehen. Gegner wäre Mitaufsteiger BSV 93 Magdeburg. Askania müsste, sollte alles so bleiben, am Tag der Einheit nach Oebisfelde reisen. Die Fahrtstrecken in der Sachsen-Anhalt-Liga sind überschaubar, da sich fast alles im Norden des Landes abspielt. Aus dem Harz ist kein Team vertreten, Richtung Süden geht es maximal bis Halle. Landsberg, vergangenes Jahr mit Askania aufgestiegen, hat sich wieder zurückgezogen, Köthen sein Team abgemeldet. Auch die Zweite des HC Burgenland mischt nicht mehr mit, sondern spielt wie Landsberg wieder in der Bezirksliga Süd. Der TuS Magdeburg-Neustadt hat auf sein Aufstiegsrecht zur Mitteldeutschen Oberliga verzichtet. Und Niederndodelebens Zweite als möglicher Nachrücker darf nicht aufsteigen, weil schon die Erste in der Oberliga spielt. Es ist also im Frauenhandball auf Landesebene einiges in Bewegung gekommen.

Bis zum ersten Derby müssen sich die Fans aber gedulden. Ein Blick in den vorläufigen Spielplan verrät, dass die Partie Anhalt kontra Askania für den 30. Januar 2021, den letzten Hinrundenspieltag angesetzt ist. Am 6. Juni würde die Saison mit Askania kontra Anhalt beendet. Vielleicht feiern ja beide Team dann im späten Frühling gemeinsam den Klassenerhalt. Oder schon eher?

Quelle: MZ-Bernburg / Joachim Schröder und Detlef Liedmann

Saisonabbruch in der 3. Liga und Jugend-Bundesliga

Der Deutsche Handballbund beendet infolge der Corona-Pandemie die Saison in der 3. Liga und der Jugend-Bundesliga. Abgesagt werden zudem die Deutschen Meisterschaften der Jugend. Dies haben Präsidium und Vorstand des Deutschen Handballbundes am heutigen Dienstag entschieden. Auch die Handball-Bundesliga der Männer hat beschlossen, die Saison in der 1. und 2. Liga zu beenden.

“Unsere Vereine der 3. Liga und Jugend-Bundesliga haben an ihren Standorten keine Möglichkeit, den Trainingsbetrieb wiederaufzunehmen und können in der Folge auch keine Spiele austragen”, sagt Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbund. “Die Saison in der 3. Liga und der Jugend-Bundesliga abzubrechen, ist aufgrund der Corona-Pandemie und mit Blick auf die weiter dringend erforderliche Reduzierung der Zahl neuer Infektionen eine notwendige und richtige Entscheidung. Leicht gefallen ist uns dieser Schritt nicht, aber angesichts der Corona-Pandemie und der gesundheitlichen Risiken haben Vernunft und Verantwortung unser Handball-Herz überstimmt.”

Derzeit sind Großveranstaltungen bis zum 31. August verboten, aktuell gelten noch Einschränkungen für den gesamten Sportbetrieb. Mark Schober appelliert: “Wir müssen jetzt alle miteinander daran arbeiten, dem Handballsport nach der Corona-Pandemie einen erfolgreichen Neustart zu ermöglichen.

Mit einer Entscheidung zu den Deutschen Meisterschaften im Beachhandball (Jugend und Erwachsene) ist voraussichtlich Mitte Mai zu rechnen.

Wertung der Saison 2019/20 nach Quotienten-Regelung

Die aufgrund der Corona-Pandemie in den Ligen abgebrochene Saison 2019/20 wird zum Stichtag 12. März 2020 nach der Quotienten-Regelung gewertet. Dabei wird es keine sportlichen Absteiger geben. Dies steht fest, da im bis Mittwoch laufenden Umlaufverfahren des Bundesrates bereits am heutigen Dienstag über 80 Prozent dem Beschluss zugestimmt haben.

“Wir haben mit diesem Beschluss des Bundesrates in unserer föderalen Struktur einen gemeinsamen Weg für den deutschen Handball gefunden. Ich bedanke mich für die sehr gute und professionelle Arbeit der beiden Ligaverbände HBL und HBF sowie die sehr gute Zusammenarbeit mit den Landesverbänden”, sagt Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes. “Drängende Fragen zur Saison 2019/20 sind damit beantwortet, aber unser gemeinsamer Einsatz im Umgang mit den Folgen der Corona-Pandemie ist weiter gefragt.”

Meister der 3. Liga und damit Aufsteiger in die 2. Liga der Männer sind der Wilhelmshavener HV (Nord-West), der Dessau-Roßlauer HV (Nord-Ost), der TuS Fürstenfeldbruck (Süd) und der TV GroßwalIstadt (Mitte). In der 3. Liga der Frauen gehen der TV Aldekerk (West), der TV Hannover-Badenstedt (Nord), die TuS Metzingen 11 (Süd) und der SV Germania Fritzlar 1976 (Ost) als Meister aus der Saison 2019/20.

Die Quotienten-Regelung besagt, dass die Pluspunkte durch die Anzahl der absolvierten Spiele am Stichtag 12. März 2020 dividiert werden. Der ermittelte Wert ist mit 100 zu multiplizieren und auf eine Stelle nach dem Komma zu runden.

Weiterhin hat der Bundesrat beschlossen:

In Kürze werden die Abschlusstabellen der 3. Liga der Männer und Frauen sowie der Jugend-Bundesliga auf Basis der Quotienten-Regelung unter http://dhb.de veröffentlicht.

Kraftakt in der Schlussphase

MZ-Bernburg // Detlef Liedmann Wer zurzeit die Handballspiele von Drittligist Anhalt Bernburg besucht sollte ein starkes Nervenkostüm mitbringen. Denn das haben die Saalestädter am Samstag wieder einmal auf das Äußerste strapaziert. Am Ende gewann Anhalt nach einem Kraftakt in der Schlussphase gegen die HG Hamburg-Barmbek 26:21. Wie wichtig dieser Sieg war, zeigt ein Blick auf die anderen Ergebnisse. Unter anderem gewann Hannover-Burgwedel gegen Vinnhorst deutlich mit 34:26, bleibt so in Schlagweite zu Bernburg. Und nächsten Samstag sind die Niedersachsen Gastgeber für Bernburg. Da können sich also erneut Verwerfungen in der Tabelle ergeben. Die Handballgemeinschaft aus Hamburg jedenfalls haben die Schützlinge von Martin Ostermann auf Distanz gehalten. Und die HSG Ostsee spielt im Kampf um den Klassenerhalt wohl nur noch eine Nebenrolle in dieser 3. Liga.

Wie das Gewinnen müssen lähmen kann, war am Samstag vor 435 Zuschauern in der Bruno-Hinz-Halle förmlich greifbar. Nach acht Minuten hieß es 2:1 für Anhalt. Drei Treffer in acht Minuten, da hat manches Fußballspiel eine höhere Ausbeute zu verzeichnen. Die Gäste aus der Hansestadt scheiterten immer wieder an Keeper Florian Link, der allein in den ersten zehn Minuten fünf Würfe abwehrte. Aber die Hausherren machten es zunächst nicht viel besser. Erst ab der zehnten Minute zeigten sie sich etwas treffsicherer, zogen von 3:2 auf 6:3 weg. Doch zur Pause war wieder alles offen. Und im zweiten Abschnitt brachten die Hamburger mit Michael Kintrup einen Mann im rechten Rückraum, den bei Anhalt offenbar niemand so recht auf dem Schirm hatte.

„Da hatten wir zu viel Respekt und waren in den Zweikämpfen nicht energisch genug“, so Trainer Martin Ostermann. Zudem hätten seine Schützlinge im Offensivverhalten jetzt zu statisch agiert. Erst eine Auszeit brachte Anhalt wieder auf Kurs. Marc Godon und Radek Sliwka kümmerten sich jetzt intensiv um Kintrup, Moritz Stemmler rückte für Link zwischen die Pfosten. Und als er nach 51 Minuten einen Siebenmeter von Christoph Wischniewski parierte, war das wie in Signal. Die Zuschauer sprangen auf und die Spieler rüsteten zu Schlussattacke. Plötzlich klappten die Spielzüge wie im Schlaf und als es 87 Sekunden vor Schluss 25:21 hieß, waren alle Messen gelesen. Niklas Friedrich setzte den Schlusspunkt zum 26:21.

„Man hat dann auch zwischendurch richtig gesehen, wie es in machen Köpfen gerattert hat, warum jetzt dieses oder jenes nicht mehr so gelingt, wie im ersten Abschnitt. Aber wir haben es geschafft, den Schalter wieder umzulegen“, so ein erleichterter Trainer Ostermann. Nun gilt es, sich aufs Spiel bei Hannover-Burgwedel zu fokussieren, wo es ordentlich zur Sache gehen wird.

Am nächsten Samstag gastiert Anhalt Bernburg beim HSV Hannover-Burgwedel. Die Niedersachsen haben zuletzt wieder zwei Lebenszeichen im Kampf um den Klassenerhalt gesendet. Erst fegten sie den TSV Altenholz mit einem 31:22 von der Platte, dann überrannten sie Vinnhorst 34:26. „Burgwedel hat schon vorige Saison eine starke Schlussphase der Saison gehabt. Besonders zu Hause zeigt die Mannschaft körperliche Präsenz“, so Bernburgs Trainer.

Bernburg: Link, Stemmler – Marschall, Friedrich (3), Ackermann (3), Schulze (3), Sliwka (3), Grafenhorst (1), Coßbau (1), Grgic (2), Pavlovic (1), Richter (8/6), Godon (1)

Defensiv hat Bernburg nur wenig Zugriff

Spätestens nach 50 Minuten war am Sonntagabend klar. Das wird nichts mehr. 23:33 lagen die Handballer von Anhalt Bernburg im Drittligaspiel bei Eintracht Hildesheim zurück.

Am Ende unterlagen die Saalestädter mit 30:40. Dabei hatten sie gut begonnen, führten durch Radek Sliwka und Tim Ackermann schnell 2:0. Und auch beim 3:2 durch Radek Sliwka (5.) kam Anhalt noch einmal in Vorhand. Letztmalig allerdings. Hildesheim glich nicht nur aus, sondern die Mannschaft aus Niedersachsen zog vor 1.136 Zuschauern in der heimischen Volksbank-Arena peu à peu davon. Auf 9:4 erst, bis zur Pause auf 18:11. Vor allem die beiden Rückraumschützen OIe Zakrzewski (sieben Treffer) und Maurice Lungela (sechs) bekamen die Bernburger nicht in den Griff. Am Kreis wirbelte Nikolaos Tzoufras (fünf Tore).

In Hildesheim 30 Treffer zu erzielen, ist nicht schlecht. Es bleibt aber ein Muster ohne Wert, wenn die Abwehr keinen Zugriff bekommt. 37 Treffer haben die Bernburger in Schwerin kassiert, 36 in Vinnhorst. Aber 40 sind der defensive Tiefpunkt. 665 Gegentore stehen nach 23 Partien zu Buche. Das ergibt ein Schnitt von 28,91 pro Spiel. Trainer Martin Ostermann weiß am besten, wo er in den nächsten 14 Tagen den Hebel ansetzen muss. Am kommenden Wochenende haben die Bernburger, weiterhin 13. mit fünf Punkten Abstand auf den ersten Abstiegsplatz, spielfrei. Mit der HG Hamburg Barmbek gastiert am 29. Februar der Vorletzte in der Bruno-Hinz-Halle. Und da kann die Devise nur Erfolg lauten.

Bernburg: Link, Stemmler – Ackermann (6), Marschall, Friedrich (3), Sliwka (6), Grafenhorst, Coßbau, Grgic (1), Pavlovic (2), Richter (9/7), Godon (3)

Quelle: MZ-Bernburg / Detlef Liedmann

Mit viel Selbstvertrauen

Auf die Frage, was sein Team mitgenommen habe aus den Spielen in Rostock und Burgdorf, antwortet Martin Ostermann: “Einen Punkt.” Und muss lachen. Natürlich weiß der Trainer des Drittligisten Anhalt Bernburg, dass es anders gemeint war. Und schiebt dann nach: “Wir haben sehr viel Selbstvertrauen mitgenommen.” In Rostock, beim 28:29, waren die Handballer von der Saale nah dran am Punktgewinn. “Wir haben nur vergessen, ihn in den Bus zu packen.” Und das 25:25 in Burgdorf wertet Ostermann, obwohl sogar ein Sieg drin war, als gewonnenen Punkt.

Beide Spiele wurden erst in der Schlussphase entschieden. Und wir haben gezeigt, dass wir gegen die starken Mannschaften dieser Liga auch auswärts mithalten können. Jetzt müssen wir dieses Feuer auch zu Hause entfachen. Und was die Fans und die Stimmung in unserer Halle wert sind, wissen wir ja”, so der Coach.

Am Samstag kommt mit dem TSV Altenholz der Tabellenvierte in die Bruno- Hinz- Halle. Zwar schätzt Ostermann andere Teams stärker ein, aber die Schleswig-Holsteiner, die eine enge Zusammenarbeit mit dem Bundesligaspitzenreiter THW Kiel pflegen; gehören zu den Etablierten. Seit der TSV 1975 den Aufstieg in die Bundesliga. Nord schaffte, spielt Altenholz Immer in einer der oberen drei deutschen Ligen mit darunter 16 Jahre ununterbrochen in der Zweiten Bundesliga Nord. 2017 schaffte das Team Platz eins in der Dritten Liga Nord, verzichtete aber auf den Aufstieg. Ostermann weiß also, was ihn und ‘die Seinen erwartet. .Altenholz setzt auf Tempospiel und verfügt über eine solide Abwehr. Zudem versuchen die Rückraumspieler im eins gegen eins an den Schnittstellen durchzubrechen”, beschreibt es der Trainer. Das Altenholzener Tempospiel sei ausschlaggebend für Bernburgs Hinrundenniederlage gewesen. “Die Gastgeber sind dann mal drei, vier Tore weggezogen.

Und das konnten wir nicht mehr aufholen, weil Altenholz immer eine Antwort hatte”, erinnert sich Ostermann. Doch die Bernburger sind gereift. Das haben sie besonders in Rostock und Burgdorf bewiesen, stehen aktuell auf Platz zehn der Tabelle. Acht von 21 Spielen haben Ostermanns Schützlinge gewonnen. Hinzu kommt das Remis vom Burgdorf. Da ist Luft nach oben. Vor allem, wenn man in Betracht zieht, dass Anhalt drei Spiele mit nur einem Treffer Differenz verloren hat. Doch Handball ist nun mal ein Ergebnissport und Punkte haben ist besser als hätte. Mit dem Spiel zwischen Bernburg und Altenholz kommt es auch zum Duell der besten Torschützen und Siebenmeterwerfer der Liga. Malte Voigt (Altenholz) traf bisher 165 Mal, versenkte 66 Strafwürfe. Nico Richter war bisher 146 Mal erfolgreich, verwandelte 61 Mal vom Punkt. Linksaußen (Voigt) ist der eine, während Richter über die rechte Seite agiert. Voigt, vor wenigen Tagen 27 Jahre alt geworden, verfügt über jede Menge Erfahrung. Mit der SG Flensburg- Handewitt gewann er 2012 den Europapokal der Pokalsieger. Und Rechtsaußen Sven Ehrig (19) hat ein Zweitspielrecht für den THW Kiel. Das wird also ein harter Brocken für die Bernburger.

Gespielt wird in der Bruno-Hinz-Halle. Anwurf am Samstag ist 17 Uhr.

Quelle: MZ-Bernburg / Detlef Liedmann

Immer wieder Godon

Eine Woche zuvor war Marc Godon noch der tragische Held. In Rostock landete der zwölf Sekunden vor Spielende von ihm geworfene Ball am Pfosten und Drittligist Anhalt Bernburg verpasste beim 28:29 den möglichen Punkt. Am vergangenen Freitag war Godon wieder letzter Schütze, versenkte einen Siebenmeter zu dem 25:25.

Ein Wurf mitten ins Glück und zum Punktgewinn bei der Zweiten des Bundesligisten TSV Burgdorf. Und hätte er in der allerletzten Aktion des Spiels den Ball gleich im ersten Zupacken zu fassen bekommen, wäre Anhalt sogar als Sieger von der Platte gegangen. So aber verließ der Ball seine Wurfhand mitten im Schlusssignal. „Ganz klar kein Tor“, sagte dann auch Bernburgs Trainer Martin Ostermann. Und das mit dem letzten Siebenmeter habe seinen Grund in den internen Absprachen. „Wenn Nico zweimal verwirft, ist Marc dran. Und so war es in diesem Falle.“ Und Ostermann verhehlt nicht, dass sein Team gut eine Viertelstunde gebraucht habe, defensiv ins Spiel zu finden. „Im Angriff hatten wir gute Lösungsansätze, aber mit Burgdorfs Rückraum hatten wir doch Probleme.“ Und dort standen am Freitagabend mit Veit Mävers, Martin Hanne und Hannes Feise drei Spieler, die auch am Samstag im Spitzenspiel der Bundesliga zwischen Burgdorfs Erster und dem THW Kiel (25:32) zum Einsatz kamen, respektive auf der Bank saßen, auf der Platte.

Das zeigt schon, mit welchem Kaliber es Anhalt zu tun hatte. Dennoch fuchste es Ostermann, dass sein Team zur Halbzeit nur mit einem Tor führte. „Wenn wir ehrlich sind, hätten es ein, zwei Treffer mehr Vorsprung sein können. Klar geht nicht jeder Ball rein. Aber wir haben ein paar Chancen zu viel liegen lassen.“ 5:7 lagen die Saalestädter hinten, schafften dann aber die Wende. 10:8, 11:9 und 12:10 hieß es, ehe die Recken nach 27 Minuten ausglichen. Clemens Grafenhorst legte fünf Sekunden vor dem Pausensignal noch zum 13:12 vor. „Wir haben uns auch im zweiten Abschnitt an die Absprachen gehalten und in der Defensive gut gestanden. Das hat Florian Link dann auch ermöglicht, ein paar Rückraumwürfe abzuwehren“, so Ostermann. Was aber vorn zwischen der 40. und 50. Minute abgeliefert wurde, damit war er gar nicht zufrieden. Konnte er nicht zufrieden sein. Denn seinen Schützlingen gelangen in dieser Phase gerade einmal drei Treffer. „Da wollten wir ein paar Dinge zu schön machen, statt die einfachen Lösungen zu suchen.“ Und so kam Burgdorf heran, übernahm beim 22:21 (54.) wieder die Führung, zog zwischenzeitlich 24:22 in Front (58.). Doch Godon brachte Anhalt mit zwei Treffern wieder heran, sicherte schließlich den Punkt. So schön das alles sei, monierte Ostermann, dass die Kreisläufer zu wenig in Szene gesetzt worden sind. „Da wünsche ich mir mehr den Blick für den Nebenmann“, so der Trainer. Ein Lob hatte er für Mislav Grgic, der sich in Bezug auf die Spielregie durchaus positiv entwickelt habe.

Bernburg: Link, Stemmler – Godon (9/2), Marschall (5), Friedrich (1), Ackermann, Schulze, Sliwka, Grafenhorst (1), Coßbau, Grgic (4), Pavlovic, Richter (5/2)

Quelle: MZ-Bernburg / Detlef Liedmann

Anderer Rhythmus gefragt

“Das Spiel in Rostock hat gezeigt, wozu wir in der Lage sind”, sagt Trainer Martin Ostermann. Auch wenn die Drittligahandballer von Anhalt Bernburg nicht belohnt worden sind sondern 28:29 unterlagen. Es nährt die Hoffnung auf einen ähnlich guten Auftritt an diesem Freitag ab 20 Uhr bei der Zweiten des Bundesligisten TSV Burgdorf.

“Das ist schwer zu sagen, ob dieses Spiel schwieriger wird als in Rostock. Es wird in jedem Fall anders”, so Ostermann. Das ergäbe sich schon daraus, dass die Reserve der Recken, wie sich die Burgdorfer nennen, ideale Trainingsbedingungen hatten. Denn während der Europameisterschaft ruhte der Spielbetrieb in der Ersten Bundesliga und es konnten viele gemeinsame Einheiten absolviert werden. Das schlug sich nicht zuletzt in den Ergebnisse nieder: 30:30 bei der Zweiten des SC Magdeburg und zu Hause 36:31 gegen Vinnhorst.

Klar, dass sich Ostermann das Spiel der Burgdorfer vor zwei Wochen in Magdeburg angeschaut hat. Eine flexible 6:0-Abwehr habe er gesehen, einen wurfgewaltigen Rückraum um den zehnfachen Schützen Martin Hanne. Sowie starke Kreisläufer. “Da müssen wir in der Defensive sehr präzise arbeiten. Stehen wir zu weit vorn, sind die Kreisläufer anspielbereit. Ziehen wir uns zu weit zurück, kommt der Rückraum in Wurfposition. Da müssen wir die Balance finden.”

Doch diese Woche wartet in Burgdorf, gespielt wird in der Sporthalle der Gudrun-Pausewang-Schule, nicht nur eine große Herausforderung, sondern wegen der Austragung am Freitagabend auch ein anderer Rhythmus auf die Bernburger. “Das Gros der Spieler plant ja seine Woche mit den trainingsfreien Tagen so, als würden wir am Samstag spielen. Deshalb waren zu der Einheit auch nicht alle Spieler da und wir haben verschiedene Dinge in kleinen Gruppen probiert”, so Ostermann.

Und das Abschlusstraining mit Videostudium gab es am Donnerstagabend. Dass an diesem Freitag in einer Schulsporthalle gespielt wird, hat Trainer Ostermann vorab so nicht auf dem Schirm gehabt. “Das ist der Luxus, dass ich mich, wenn ich in den Bus einsteige, um solche Dinge nicht kümmern muss. Das macht alles Marco Mansfeld. Er weiß, wann es losgeht, wo wer zusteigt und wo wir hin müssen”, lobt der Trainer die Zusammenarbeit mit dem Teambetreuer.

Und auch die Physiotherapeuten bekommen ein Lob, haben sie doch gut zu sein. Radek Sliwka finde langsam zu alter Form, “ist aber noch nicht hundertprozentig fit.” Und Matija Pavlovic hat in Rostock einen Schlag gegen die Schulter bekommen. “Es ist aber normal in dieser Phase der Saison, dass dieser oder jener Spieler Blessuren hat”, sagt Ostermann. Dennoch fahren er und seine Schützlinge mit einer großen Portion Optimismus nach Burgdorf. “Ich denke, es wird ein offenes Spiel”, so Anhalts Coach.

Auch in der Hinrunde war das Spiel bis zum Schluss offen, ging vor 330 Zuschauern in der Bruno-Hinz-Halle nach einem 10:10 zu Pause am Ende aus Bernburger Sicht 24:25 verloren. Doch da war Anhalt nach ein paar Ab- und Zugängen noch in der Findungsphase. Die Motivation, den Spieß diesmal umzudrehen, ist also in jedem Fall vorhanden.

Gespielt wird Freitag in Burgdorf. Anwurf ist um 20 Uhr.

Letzter Wurf am Pfosten

“Wir haben einen Megafight geliefert”, so Anhalt Bernburgs Betreuer Marco Mansfeld nach dem Spiel beim FC Empor Rostock. Am Ende reichte es nicht ganz. Der Drittligist verlor denkbar knapp 28:29.

Ein Großteil der Fans dürfte den Auftritt der Saalestädter per Live- Ticker verfolgt und sich verwundert die Augen gerieben haben. Denn nach einer Viertelstunde führte Anhalt 10:7. Vor 750 Zuschauern in der Ospa-Arena kamen die Schützlinge von Martin Ostermann hervorragend in die Partie, lagen durch Mislav Grgic, Nico Richter und Julian Schulze schnell vorn (4.). Und es ging munter weiter. In der Abwehr wurde kräftig zugepackt. Und zwar auf beiden Seiten. Die Schiedsrichter Sebastian Ebel und Niklas Krähe hielten sich deshalb auch gar nicht lange bei der Vorrede auf. Nach neun Minuten ereilte Tim Ackermann die erste Zeitstrafe, ebenso den Rostocker Dimitri Mitrea. Am Ende quittierten die Gäste aus dem Salzland acht Hinausstellungen plus Rote Karten für Radek Sliwka (56.) und Clemens Grafenhorst (56.). So geriet Anhalt in der Schlussphase in doppelte Unterzahl, verlor mit Sliwka zudem seinen vielleicht besten Abwehrspieler. Und das kann am Ende den Unterschied ausgemacht haben, war doch Anhalt beim 26:26 nach 57 Minuten in Schlagweite.

Nachdem die ersten 15 Minuten 17 Treffer beschert hatten, machten die Abwehrreihen den Laden mehr oder weniger komplett dicht. 14:12 führte Anhalt zur Pause. Nur neunmal konnten die Werfer in der zweiten Viertelstunde des ersten Abschnitts verwandeln. Beim 10:10 hatte Rostock wieder ausgeglichen, konnte anschließend durch Robin Breitenfeld (11:10, 21.) das erste Mal in Führung gehen. Doch die Saalestädter behielten an der Ostsee den Kopf oben. Weil trotz der fünf Treffer von Mare Godon in der Mitte nicht so viel ging, wurde der Erfolg über die Außen gesucht. Julian Schulze und Nico Richter trafen je viermal aus dem Spiel heraus. Zudem verwandelte Richter alle sechs Siebenmeter. Auf Rostocker Seite glänzte Robin Breitenfeldt mit acht Treffern – er bestritt nach 15 Monaten Pause am Samstag wieder sein erstes Spiel. Breitenfeldt war es auch, der 73 Sekunden vor dem Abpfiff zum 29:27 einnetzte. Ackermann konnte verkürzen. Noch 24 Sekunden waren zu spielen. Siebenmeter für Rostock, doch Florian Link wehrte den von Felix Mehrkens geworfenen Ball ab. Godon eröffnete sich so die Chance zum Ausgleich. Nur genutzt hat er sie nicht. Konnte sie nicht nutzen, weil der Ball mit so viel Haftmittel benetzt war, dass er Godons Hand irgendwie nicht verlassen wollte und letztlich nur am Pfosten landete. “Das ist alles schwer zu beschreiben”, sagte Trainer Martin Ostermann zum Spiel und speziell zu dieser Szene. “Wir sind gut ins Spiel reingekommen. auch durch starke Paraden von Florian Link. Wir sind hohes Tempo gegangen und waren im Angriff sehr diszipliniert. Und wenn man unsere personelle Situation sieht, wird deutlich, was wir hier geleistet haben”, sagt Anhalts Trainer.

Bernburg: Link. Stemmler – Ackermann (1), Marschall, Schulze (4), Sliwka, Grafenhorst (2), Coßbau (3). Grgic (2), Pavlovic (1), Richter (10/6), Godon (5)

Ein Fehlwurf-Festival

42 Minuten waren in der Bruno-Hinz-Halle am Samstag gespielt, da sprangen fast alle der 370 Zuschauer auf. Matija Pavlovic hatte Anhalt Bernburgs Handballer in Führung gebracht. Aus einem 19:22 machten die Saalestädter ein 23:22. Es war ihre erste und einzige Führung im Drittligaspiel gegen TuS Vinnhorst. Am Ende verloren die Gastgeber mit 27:31.

„Das wird schwer“, hatte Anhalts Präsident Reinhard Krause schon zur Halbzeit erkannt. „Gegen diese Aufbaureihe. Und der Kreisläufer hat Zweitliganiveau.“ Tatsächlich vereinten die Rückraumschützen Hendrik Pollex (8) und David Sauß (7) sowie Kreisläufer Milan Mazic (9) 24 der 31 Vinnhorster Treffer auf sich. Allerdings hätte Mazic ab der elften Minute schon gar nicht mehr auf der Platte stehen dürfen. Beim Siebenmeter hatte er Anhalts Keeper Florian Link den Ball an den Kopf geknallt. Zur Erinnerung: Im Auftaktspiel der Europameisterschaft sah der deutsche Kapitän Uwe Gensheimer Rot, nachdem er den niederländischen Torhüter Bart Ravensbergen beim Siebenmeter am Kopf getroffen hatte. Unstrittig hieß es, sei die Rote Karte. Lag es daran, dass Link, offenbar vollgepumpt mit Adrenalin, ob des nicht versenkten Balles jubelte statt umzufallen? Es wird das Geheimnis der Unparteiischen Alexander Kieslich und Morten Renner (Güstrow) bleiben. Wie einige andere Entscheidungen.

Daran lag es aber am Ende wohl nicht. 17 Fehlwürfe leisteten sich die Gastgeber, machten zudem neun technische oder Anspielfehler. Und wenn ein Nico Richter im Gegenzug völlig frei den Ball per Aufsetzer übers Tor platziert, dann ist das bezeichnend dafür, wo die Säge geklemmt hat. Nach nur neun Minuten nahm Trainer Martin Ostermann die erste Auszeit. Ja, musste sie nehmen, um sein Team wieder auf Kurs zu bringen.

1:6 hieß es zu diesem Zeitpunkt. Link hatte noch nicht einen Ball gehalten, Marc Godon erst nach sechs Minuten zum zwischenzeitlichen 1:3 getroffen. Peu a peu arbeiteten sich die Saalestädter heran. 3:6 (12.) hieß es und 8:10 (17.). Bei Halbzeit lag Anhalt 15:17 im Hintertreffen. „Oh, das ist viel“, sagte Präsident Krause, als ihm die Fehlwurfquote von acht zu diesem Zeitpunkt zugerufen wurde. „Wir könnten mindestens Gleichstand haben.“

Vielleicht hätten die Gastgeber sogar mehr haben können. Nicht nur bei Halbzeit, sondern auch bei Spielende. Mithin steigerten sich alle. Und sie kämpften. Allen voran diesmal Pavlovic, der siebenmal einnetzte. Link wehrte insgesamt neun Würfe ab, darunter zwei Siebenmeter. Doch am Ende reichte es nicht, weil nach dem 23:22 acht Minuten kein Treffer mehr gelang und Vinnhorst nicht nur ausglich, sondern bis zur 50 Minute auf 28:23 davonzog. Das war eine Vorentscheidung. Und nicht nur spielerisch und in punkto Abschlusssicherheit waren die Gäste aus Hannover an diesem Samstag den Gastgebern ein Stück voraus, sondern auch in Sachen Cleverness. Da wird ein Gegenzug eben auch mal dadurch unterbunden, dass der Trainer aus scheinbarer Aufgeregtheit seine Brille ins Spielfeld fallen lässt und die Schiedsrichter pfeifen, um ihn zu verwarnen.

Nach 58 Minuten war der Drops gelutscht (26:31). Marc Godon markierte den letzten Treffer. Und bezeichnend für den Gemütszustand Anhalts knallte Niklas Friedrich zehn Sekunden vor Schluss den Ball völlig frei an die Latte. Noch beträgt der Vorsprung zur Abstiegszone sechs Punkte. Doch es warten schwere Gegner. Nächsten Samstag zum Beispiel an der Ostsee der Tabellenzweite Empor Rostock und anschließend Burgdorfs Reserve.

Bernburg: Link – Marschall (1), Friedrich (1), Ackermann (3), Schulze (1), Grafenhorst (1), Coßbau, Grgic (5), Pavlovic (7), Richter (4/3), Godon (5)

Quelle: MZ-Bernburg / Detlef Liedmann